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Ruminationsstörung

Nach dem Essen kommt Nahrung immer wieder zurück in den Mund, ohne Übelkeit und ohne Würgen. Für viele ist das irritierend, unangenehm und schwer zu erklären. Oft wird lange nicht darüber gesprochen.

Was bedeutet Ruminationsstörung?

Die Ruminationsstörung (fachlich auch Ruminations-Regurgitationsstörung) ist durch ein wiederkehrendes, müheloses Hochwürgen von Nahrung während oder kurz nach dem Essen gekennzeichnet. Die noch kaum verdaute Nahrung gelangt zurück in den Mund und wird erneut gekaut und geschluckt oder ausgespuckt. Dabei fehlen Würgereiz, aktives Erbrechen oder Pressen. Weil die Nahrung noch unverändert schmeckt, unterscheidet sich der Vorgang deutlich vom Erbrechen.

Häufig steckt ein unbewusst erlerntes Zusammenspiel der Bauch- und Zwerchfellmuskulatur dahinter. Die Ruminationsstörung kann in jedem Alter auftreten.

Mögliche Anzeichen

  • müheloses Hochwürgen während oder kurz nach Mahlzeiten
  • Druckgefühl oder Bauchschmerzen, die nach dem Hochwürgen nachlassen
  • ausgeprägtes Völlegefühl, Übelkeit oder Mundgeruch
  • unbeabsichtigter Gewichtsverlust
  • Rückzug von gemeinsamen Mahlzeiten aus Scham

Wann kann Unterstützung sinnvoll sein?

Wenn das Hochwürgen regelmäßig auftritt, belastet oder zu Gewichtsverlust führt, ist eine Abklärung sinnvoll. Zunächst sollten körperliche Ursachen, etwa des Magen-Darm-Trakts, ärztlich ausgeschlossen werden. Danach kann gezielt an dem Muster gearbeitet werden.

Wie kann intakt! unterstützen?

Bei intakt! können eine allgemeinmedizinische und psychiatrische Abklärung, Psychotherapie und diätologische Begleitung kombiniert werden. In einem ersten Gespräch wird geklärt, welche Untersuchungen bereits erfolgt sind und welche Unterstützung sinnvoll ist.

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