Nur wenige Lebensmittel fühlen sich sicher an, neue Speisen lösen Unbehagen oder Angst aus, oder Essen ist schlicht kaum interessant. Was von außen manchmal als „wählerisch“ abgetan wird, kann den Alltag, die Gesundheit und das soziale Leben deutlich einschränken.
Was bedeutet ARFID?
ARFID steht für „Avoidant/Restrictive Food Intake Disorder“, auf Deutsch vermeidend-restriktive Ernährungsstörung. Die Nahrungsaufnahme ist deutlich eingeschränkt oder wird vermieden. Anders als bei einer Magersucht steht dabei nicht der Wunsch im Vordergrund, abzunehmen oder die Figur zu verändern.
Häufige Hintergründe sind:
- wenig Interesse am Essen oder schnelles Sättigungsgefühl
- starke Abneigung gegen bestimmte Konsistenzen, Gerüche, Farben oder Geschmäcker
- Angst vor unangenehmen Folgen wie Verschlucken, Würgen, Erbrechen oder allergischen Reaktionen, oft nach einem belastenden Erlebnis
Mögliche Anzeichen
- sehr begrenzte Auswahl an Lebensmitteln
- Gewichtsverlust, Nährstoffmängel oder bei Jugendlichen eine verzögerte Entwicklung
- Anspannung oder Angst rund um Mahlzeiten
- Vermeiden gemeinsamer Mahlzeiten, Einladungen oder Reisen
- Beeinträchtigungen in Schule, Ausbildung, Beruf oder Alltag
Wann kann Unterstützung sinnvoll sein?
Wenn das eingeschränkte Essen zu Gewichtsverlust, Mangelerscheinungen oder deutlichen Einschränkungen im Alltag führt, ist eine Abklärung sinnvoll. ARFID kann auch erst im Jugend- oder Erwachsenenalter auffallen und ist dann ebenso ernst zu nehmen.
Wie kann intakt! unterstützen?
Bei intakt! werden medizinische Abklärung, Psychotherapie und diätologische Begleitung kombiniert, um die Ernährung Schritt für Schritt und in einem für Sie machbaren Tempo zu erweitern. Angehörige können, wenn sinnvoll, einbezogen werden. intakt! begleitet Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene.
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