Manche Menschen verspüren immer wieder den Drang, Dinge zu essen, die nicht als Nahrungsmittel gelten. Das kann verunsichern und mit Scham verbunden sein. Eine sachliche Abklärung hilft, mögliche Ursachen zu erkennen und Risiken zu vermeiden.
Was bedeutet Pica-Störung?
Pica bezeichnet den wiederholten Verzehr von Dingen, die nicht als Nahrungsmittel gelten und keinen Nährwert haben, etwa Erde, Lehm, Kreide, Haare, Papier, Seife oder Eis in großen Mengen. Von einer Pica-Störung spricht man, wenn das Verhalten über längere Zeit anhält, nicht dem Entwicklungsalter entspricht und sich nicht durch kulturelle Gepflogenheiten erklären lässt. Bei Kleinkindern gehört das Erkunden mit dem Mund zur normalen Entwicklung.
Normale Nahrung wird dabei in der Regel nicht abgelehnt.
Mögliche Hintergründe und Risiken
- häufig Zusammenhang mit Eisen- oder anderen Nährstoffmängeln, etwa in der Schwangerschaft
- teilweise im Zusammenhang mit Autismus-Spektrum-Störungen oder anderen Entwicklungsbesonderheiten
- Risiken je nach Substanz: Vergiftungen, Verletzungen, Infektionen oder Verdauungsprobleme
Wann kann Unterstützung sinnvoll sein?
Wenn der Drang immer wiederkehrt, Sie belastet oder gesundheitliche Beschwerden auftreten, ist eine ärztliche Abklärung wichtig, insbesondere auf Nährstoffmängel. Bei Beschwerden nach dem Verzehr bestimmter Substanzen wenden Sie sich bitte umgehend an eine Ärztin oder einen Arzt.
Wie kann intakt! unterstützen?
intakt! begleitet Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene. Eine allgemeinmedizinische Abklärung, Psychotherapie und diätologische Begleitung können je nach Situation kombiniert werden. Bei jüngeren Kindern ist zunächst eine kinderärztliche Abklärung sinnvoll. Gerne besprechen wir im ersten Gespräch, welche Stelle passend ist.
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