Absichtlich herbeigeführter, deutlicher Gewichtsverlust.
Mehr erfahrenAnorexia nervosa (Magersucht) ist geprägt von einem absichtlich selbst herbeigeführten und aufrechterhaltenen Gewichtsverlust. Am häufigsten betrifft sie Jugendliche und junge Erwachsene. Ursächlich wirkt ein Zusammenspiel aus soziokulturellen und biologischen Faktoren, unspezifischen psychischen Mechanismen und individueller Persönlichkeitsstruktur.
Mögliche Anzeichen:
Wiederholte Essanfälle mit gegensteuernden Maßnahmen.
Mehr erfahrenBulimia nervosa ist durch wiederkehrende Essanfälle und eine übertriebene Beschäftigung mit der Kontrolle des Körpergewichts gekennzeichnet. Betroffene versuchen, die Wirkung der Nahrungsaufnahme mit teils drastischen Mitteln wieder aufzuheben. Die Erkrankung kann eigenständig auftreten oder teils Jahre später auf eine Anorexie folgen.
Mögliche Anzeichen:
Essanfälle mit Kontrollverlust, ohne gegensteuernde Maßnahmen.
Mehr erfahrenBei der Binge Eating Disorder (BED) stehen die psychischen Symptome im Vordergrund. Leitsymptom sind Essanfälle mit deutlichem Kontrollverlust: Betroffene essen hastig, oft plan- und ziellos, bis ein unangenehmes Völlegefühl entsteht, meist allein und aus Scham verborgen. Auf die Essanfälle folgen häufig Ekel, Niedergeschlagenheit und Schuldgefühle.
Mögliche Anzeichen:
Wiederkehrendes, müheloses Hochwürgen von Nahrung.
Mehr erfahrenDie Ruminationsstörung ist durch ein wiederkehrendes, müheloses Hochwürgen von Nahrung während oder kurz nach dem Essen gekennzeichnet. Die noch kaum verdaute Nahrung gelangt zurück in den Mund, wird erneut gekaut und wieder geschluckt oder ausgespuckt. Dabei fehlen Würgereiz, aktives Erbrechen oder Pressen. Da die Nahrung noch unverändert schmeckt, unterscheidet sich der Vorgang deutlich vom klassischen Erbrechen.
Mögliche Anzeichen:
Wiederholter Verzehr nicht-nährender Substanzen.
Mehr erfahrenPica bezeichnet den wiederholten Verzehr von Dingen, die nicht als Nahrungsmittel gelten und keinen erkennbaren Nährwert haben, etwa Haare, Erde, Steine, Eiswürfel, Farbpartikel, Lehm, Seife, Wolle oder Kreide. Die Diagnose wird gestellt, wenn das Verhalten mindestens einen Monat anhält, sich nicht kulturell erklären lässt und nicht dem Entwicklungsstand entspricht (bei Kindern unter zwei Jahren gilt orale Objekterkundung als normal).
Mögliche Anzeichen:
Vermeidende / restriktive Nahrungsaufnahme ohne Wunsch nach Gewichtsverlust.
Mehr erfahrenARFID (Avoidant/Restrictive Food Intake Disorder) beschreibt eine deutlich eingeschränkte oder vermeidende Nahrungsaufnahme. Anders als bei Anorexie steht dabei nicht der Wunsch nach Gewichtsverlust im Vordergrund, sondern etwa mangelndes Interesse an Nahrung, ausgeprägte Abneigung gegen bestimmte Konsistenzen, Gerüche, Farben oder Geschmäcker, oder die Angst vor negativen Folgen wie Verschlucken, Würgen, Erbrechen oder allergischen Reaktionen.
Mögliche Anzeichen:
Anhaltende Sorge, der eigene Körper sei nicht muskulös genug.
Mehr erfahrenMuskeldysmorphie beschreibt eine ausgeprägte, anhaltende Beschäftigung mit der Vorstellung, der eigene Körper sei nicht muskulös genug. Betroffene empfinden sich häufig als zu dünn, schwach oder wenig definiert, selbst wenn sie objektiv durchtrainiert sind. Es geht dabei um mehr als Fitnessstreben: Im Zentrum steht ein belastender innerer Druck, bei dem sich der Körper nie „genug" anfühlt.
Mögliche Anzeichen:
Essstörungen, die nicht alle Kriterien einer spezifischen Diagnose erfüllen.
Mehr erfahrenNicht näher klassifizierte Essstörungen (auch als „Sonstige Fütter- oder Essstörung“ bezeichnet) betreffen Beschwerdebilder, die deutliches Leiden oder eine Beeinträchtigung im Essverhalten verursachen, aber nicht alle Kriterien einer der spezifischen Diagnosen wie Anorexie, Bulimie oder Binge Eating Disorder vollständig erfüllen, etwa weil einzelne Symptome fehlen, seltener auftreten oder das Gewicht im Normalbereich liegt. Dennoch sind eine ernstzunehmende Belastung und ein entsprechender Behandlungsbedarf gegeben.
Mögliche Anzeichen:
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