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Freundin einer Magersüchtigen

(Anonym fragte am 02.09.2014 um 22:27:57)

Hallo!
Ich beobachte meine Freundin seit einigen Wochen dabei, wie sie immer dünner wird. Vor einigen Tagen hat sie mit mir dann sogar darüber gesprochen, dass sie so gerne aussehen würde wie die sog. \"Thinspirations\", wie man sie im Internet ja auf allen möglichen Pro-Ana Seiten findet.
Eines vorweg: Vor gut 2,5 Jahren hat meine Freundin durch eine Ernährungsumstellung mit Hilfe von einer Ernährungsberaterin, angefangen, gesund abzunehmen. Innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes hat sie es dann auch geschafft auf ein gesundes Wunschgewicht zu kommen und sich einige Zeit wohl dabei gefühlt. Im letzten halben Jahr kam es bei ihr dann aber zu einigen schweren Schicksalsschlägen mit denen sie einfach nicht umgehen konnte und die nun zum starken Gewichsverlust führen.
Das Erschreckende daran ist jedoch, dass sie mir gegenüber vollkommen reflektiert über ihr \"kleines Problem\" spricht. Sie weiß dass es krank ist, sich zu wünschen, dass man die Knochen hervorstehen sieht und dass es nicht normal ist, 40 Minuten lang auf Hochtouren Sport zu treiben um die Kalorien von einem Apfel abzubauen. Sie weiß das alles und sie sagt auch, dass sie weiß, dass sie langsam abrutscht. Sie will es trotzdem.
Und ich habe keine Ahnung was ich tun soll um ihr zu helfen. Ich versuche für sie da zu sein und mit ihr über andere Themen zu reden, damit sie aus ihrem selbstgeschaufelten Loch herauskommt. Aber ihr langsam beim Verschwinden zuzusehen lässt mich langsam verzweifeln.

Mit lieben Grüßen und der Bitte um Rat.

(INTAKT antwortet am 05.09.2014 um 13:56:20)

Liebe Freundin, Sie sind wirklich eine gute Freundin, dass Sie sich mit Ihren Sorgen an uns wenden! Ihre Sorgen sind mehr als berechtigt und Sie merken, dass Sie sich auch als Freundin überfordert fühlen. Ihre Freundin braucht dringend professionelle Hilfe, so wie Sie ihr Verhalten beschreiben, ist sie schwer magersüchtig, da ist das Bagatellisieren auch ein Syptom dieser Krankheit und sie ist von der Unterversorgung ihres Gehirns her auch schwer fähig, das wirklich einzusehen. Als Freundin können Sie Ihre Verzweiflung nur klar offenlegen und ihr vermitteln, dass Sie an Grenzen gekommen sind, weil \"ihr kleines Problem\" Dimensionen angenommen hat, die professionelle Behandlung braucht. Sie könnten Ihrer Freundin auch vorschlagen, mit ihr gemeinsam zu uns zu einem Erstgespräch zu kommen, um bei uns ärztliche und therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bitte schreiben Sie uns gerne noch einmal, wenn Sie noch andere Fragen haben. Vielleicht kennen Sie aus dem Umfeld Ihrer Freundin auch noch jemanden, der Sie unterstützt, damit Sie vereint Ihre Freundin unterstützen können, für den seelischen und körperlichen Gesundungsprozess auch dementsprechende Hife und Behandlung zuzulassen! Und auch als Freundin können Sie gerne zu unserem Eltern- und Angehörigenabend nächsten Mittwoch um 19.00 im intakt kommen! Alles Gute und schön, dass Sie so eine gute, besorgte Freundin sind!

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