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Unterstützung holen

(Anonym fragte am 11.07.2014 um 23:17:06)

Liebes Intakt-Team!
Ich habe lange überlegt, ob ich Ihnen schreiben soll, aber im Moment habe ich das Gefühl, dass ich wieder UNterstützung benötigen könnte.
Ich habe seit Jahren eine Essstörung , anfangs Essattacken, später Abführmittelmissbrauch, dann sehr reduzierte Nahrungsaufnahme und dann in Kombination mit psychosomatisch - stressbedingten Druchfällen zusätzliche Gewichtabsnahme. Momentan wiege ich ca. 45.5 kg bei einer Größe con 168cm (mein niedrigster Wert waren 42 kg).
Ich versuche seit langem, wieder zuzunehmen, ich habe eine Laktoseintoleranz und reagiere auf jegliche Stresssituation mit Bauchschmerzen, Durchfall oä. Oft weiss ich nicht, ob ich etwas essen soll, weil ich einerseits Anst habe,dass es mein Körper nicht verträgt, andererseits habe ich auch Angst, wieder die Kontrolle zu verlieren und in Essattacken hineinzukippen.Eine Zeitlang war ich bei einer Diätologin und ich hatte das Gefühl, dass es besser geht, im Moment wieder viele Selbstzweifel und wenig Optimismus, etwas ändern zu können.
Auch psychotherapeutische Betreuung habe ich schon versucht, aber es ist schwer für mich, dranzubleiben, meistens habe ich das Gefühl, dass es dann doch wieder besser geht und ich das besser allein schaffe,.....Vielleicht bin ich aber auch zu ungeduldig, ich nehme sehr langsam zu, aber zumindest nicht ab, allerdings habe ich schon seit Jahren keine Regel,....
Vielleicht könnten Sie mir Rückmeldung geben,
vielen Dank,

(INTAKT antwortet am 14.07.2014 um 16:31:48)

Welche Rückmeldung würden Sie sich denn wünschen?Dadurch ,dass Sie uns schreiben, scheinen Sie einen wichtigen Schritt gemacht zu haben. Sie schreiben sehr ehrlich, auch von Ihren Selbstzweifeln und Ihren Schwierigkeiten, an Ihrem Prozss dranzubleiben und ahnen bereits, dass es viel Geduld - vor allem mit sich - braucht. Kann es sin, dass Sie sich so eine Art Erlaubnis erhoffen, nocheinmal eine therapeutische Betreuung in Anspruch zu nehmen?! Es kommt immer wieder vor, dass Betroffene zu schnell glauben, schon genug Hilfe bekommen zu haben und bemerken oft erst viel später, dass es eigentlich schade war, dass man sich nicht mehr Zeit für den Heilungsprozess gegönnt hat. Und vielleicht ist es gerade jetzt für Sie wichtig und stimmig, diesen Prozess wieder fortzusetzen, entweder bei Ihrer früheren Therapeutin oder Therapeuten - scheuen Sie sich nicht, wieder Kontakt aufzunehmen, obwohl Sie zwischenzeitlich unterbrochen haben - wenn die Beziehung an sich für Sie gepasst hat, könnten Sie auf dem aufbauen, was Sie dort schon erarbeitet haben oder Sie suchen eine neue Unterstützung und vertrauen darauf, jemanden zu finden, der Sie gut begleiten kann! Alles, alles Gute für die nächsten Schritte!

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