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Therapeut beeinflusst meine Tochter massiv gegen mich

(Anonym fragte am 03.04.2014 um 19:38:11)

Meine Tochter leidet seit ca. 1 Jahr unter Anorexie und befindet sich seit mehreren Monaten in stationärer Behandlung. Sie hat dort bezüglich ihres Gewichtes gute Fortschritte gemacht und hat fast wieder Normalgewicht. Leider habe ich zunehmend den Eindruck, dass meine Tochter gegen nich beeinflusst wird-Ausgänge werden unter fadenscheinigen Ausreden verweigert und auch möchte man das Kind nicht mehr nach Hause entlassen, da sie sich \"von mir abnabeln müsse\". Ich bin damit überhaupt nicht einverstanden, da ich nicht möchte, dass meine Tochter aus der Familie gerissen wird und ich wirklich den Willen habe, an einer Verbesserung der Beziehung zu arbeiten und meine Tochter unterstützen möchte. Meine Tochter hat früher immer eine Fremdunterbringung abgelehnt-jetzt wurde ihr aber ständig vermittelt, dass ich als Mutter \"die Quelle all ihren Übels\" sei und eine Trennung daher das Beste für sie sei.
Ich finde es nicht sehr schön, dass einer Minderjährigen so etwas vermittelt wird!
Die Therapie geht nur Richtung \"Trennung\", ich habe versucht, Richtung Aufarbeitung der Probleme zu orientieren, was leider nicht aufgegriffen wurde.
Man versucht, mir eine freiwillige Zustimmung zur außerhäuslichen Unterbringung abzupressen, da keinerlei Gründe für eine Entziehung der Obsorge gegeben sind. Ich bin verzweifelt und weiß nicht mehr weiter!

(INTAKT antwortet am 10.04.2014 um 09:45:52)

Liebe besorgte Mutter, Ihre Verzweiflung ist verständlich, noch dazu nach so einem langen Leidensweg Ihrer Tochter. Sie schreiben allerdings nicht, wie alt Ihre Tochter ist. Eine Krankheit wie die Magersucht ist eine sehr komplexe, die immer wieder mehrere Ebenen der Heilung braucht, die körperliche, die seelische, die familiäre, die schulische ....Aus Ihrem Brief geht nicht hervor, welche klärende Gespräche es zwischen Ihnen und dem Team im Krankenhaus gibt. Wichtig wäre es in Ihrer Situation, dass Sie persönlich oder Sie als Elternpaar auch professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen, damit Sie für sich dem \"der Quelle allen Übels\" auf die Spur kommen und damit Ihrer Tochter helfen können. Allerdings wünsche ich Ihnen ein wirklich aufklärendes Gespräch mit dem Team, damit Sie sich mit weiteren Massnahmen, die Ihr Kind braucht, auch einverstanden erklären können und währendessen sich selbst therapeutisch stärken, damit Ihr Kind auch bald wieder zu Ihnen nach Hause kommen kann. Alles, alles Gute für diese herausfordernde Zeit!

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