intakt Forum

zurück zur Übersicht

bulemie

(Anonym fragte am 04.02.2014 um 20:24:06)

Hallo bin sehr besorgt um meine 16 jährige Tochter .ich fange am besten mal von vorne an .voriges Jahr hat sich sehr viel in kurzer Zeit bei uns verändert ich habe mich von den Vater meiner Kinder getrennt weil es einfach nicht mehr so weiter ging er war nie da und hatte für sie bzw uns nie Zeit gehabt .dann sind wir Oktober 2013 umgezogen nach 12 Jahren aus ihrem Umfeld .dann fiel mir auf das sie halt in kurzer Zeit sehr viel abgenommen hat rrst dachte ich mir nix dabei schob es auf die schule den Stress weil sie das Ziel hat Lehrerin zu werden worauf ich auch sehr stolz auf sie bin.sie zog sich immer mehr von uns zurück.würde aggressiv usw.ich versuchte damit klarzukommen .Mitte Oktober ging ich dann zum Arzt und wollte mich beraten lassen wegen meinen Verdacht .die Ärztin hörte mir zu und sagte ich solle sie mal mit bringen zum wiegen bzw Kontrolle ab da wollte sie sich noch untersuchen lassen bzw Blut abnehmen lassen auch beim 2. Termin.sie hat innerhalb von 3 Wochen 4.9 Kilo abgenommen was mir sehr Grösse Sorgen machte also sollte ich einen Tag später nochmal zur Ärztin kommen zum Gespräch sie gab mir eine Einweisung in eine psychatrische Klinik mit wo ich mit ihr sofort hinsollte sie fand das alkes lächerlich mein verhalten und ihre Freunde.da fragte ich mich wirklich was ist lächerlich daran wenn eine Mutter sich Sorgen um ihr Kind macht . Also führen wir hin sie wusste nix von der Einweisung die Ärztin wollte es so.es gab ein Gespräch sie horte zu dann sie wollte aber nicht drinnen bleiben da kann ich nix dagegen tun .sie sagte nur wenn sie 45 Kilo wiegt soll ich sie zwangseinweisen das weiss sie sie wog zu der Zeit 48 Kilo bei 168 Grösse. Nach diesem Gespräch hat sie das vertrauen in Ärzte verloren weil sie sich total hintergangen gefühlt hat und mag jetzt nix mehr tun dagegen .ich Rede viel mit ihr .dann hab ich einen letzten Versuch gestartet und hab hier eine Therapie für sie gefunden da brauch sie nicht in eine Klinik aber selbst das möchte sie nicht mehr .jetzt wiegen wir zuhause jede Woche das letzte mal am Samstag und sie hat 2.7 Kilo zugenommen .eigentlich war ich froh drüber keibe 45 zu sehen aber mache mir jetzt wieder sorgen weil es zu viel Zunahme in sehr kurzer Zeit ist .was soll ich noch tun ich lieb sie sehr und mag sie nicht verliern .bitte um Rat von eurer Seite .wäre sehr froh drüber wenn ihr mir weiterhelfen könnt.auch ich muss dazu sagen das ich 2010 noch einen Sohn bekommen hab zu der Zeit war meine Tochter 13 1/2 Jahre akzeptieren wollte sie es nicht ich musste mir zu der Zeit auch von ihr anhören warum magst du noch ein Kind du hast doch mich .ich.sie schaute bzw ignorierte ihren Bruder fast ein Jahr auch weil sich der Vater nur für ihn interessierte .die Ärzte schliessen nicht aus das die Veränderung auch mit ihrem Bruder zu tun haben könnte.

(INTAKT antwortet am 13.02.2014 um 10:18:17)

Liebe besorgte Mutter, leider kommt unsere Antwort sehr spät, unsere Fachtagung hat sehr viel Zeit, auch Vorbereitungszeit in Anspruch genommen. Ihre Sorgen sind sehr verständlich, denn Ihre Tochter scheint mit all Ihren Beschreibungen schon sehr gefangen in einer Essstörung. Auch haben Sie ein gutes Gespür für Gefahr und handeln richtig, wenn Sie kompetente Hilfe suchen. Freilich ist ein Symptom der Erkrankung, dass es keine Krankheitseinsicht der Betroffenen gibt. Auch ist die Not der Eltern immer groß, wenn sie merken, dass so eine starke Veränderung, so ein Zuschauen, wie ein Kind immer weniger wird, immer unzugänglicher und letztlich ja auch immer verzweifelter wird, immer unerträglicher wird. Leider sind Betroffene oft sehr stark in Abwehr von Hilfe und wehren sich mit allen Mitteln dagegen. Doch was in Ihrem Brief sehr auffällt: Sie reden mit Ihren Tochter, Sie zeigen ihr, wie wichtig Sie Ihnen ist, wie lieb Sie sie haben und das tut Ihrer Tochter sicher gut, auch wenn sie es vielleicht nicht wirklich zeigen kann. Sie haben ja als Familie eine sehr schwere Zeit hinter sich und jeder reagiert anders auf solche Veränderungen und scheinbar tut sich Ihre Tochter überhaupt schwer mit Veränderungen - so wie Sie auch die Geburt Ihres Sohnes beschreiben - deshalb hat sie sich vielleicht entschlossen, über das Essen bzw. Nichtessen wenigstens für sich etwas unter Kontrolle zu haben, was ihr sonst nicht möglich ist. Tief drinnen wissen Betroffene, dass sie Hilfe brauchen, können es aber nicht annehmen, weil manchmal der Druck von aussen - natürlich aus einer Ohnmacht und großen Sorge heraus - zu groß ist und sie sich dagegen wehren müssen. Aber Sie haben etwas wichtiges gemacht, Sie haben sich selbst Hilfe gesucht, denn das ist ein wichtiger Schritt: sich selbst unterstützen zu lassen in so einer schwierigen Zeit, dann merkt Ihre Tochter, dass das hilfreich sein kann und der Druck nicht mehr so auf ihr selber lastet, dann wird es auch ihr gelingen, therapeutische und medizinische Hilfe anzunehmen, sie wird merken, dass sie vertrauen lernen kann und Mut bekommen, ihr verändertes Leben wieder gesünder meistern zu können. Sie selbst können auch gerne zu uns zu persönlichen Beratungsgesprächen kommen oder Sie schreiben uns wieder!!! Alles Gute für Sie alle!

weitere Fragestellung hinzuf�gen

Anmerkung: Aus Gründen der Sicherheit und um den Missbrauch des "intakt-Forums" zu verhindern, kann nur der- bzw. diejenige die Fragestellung erweitern, der/die auch die ursprüngliche Frage gestellt hat. Jedes Anliegen muss also mit einer neuen Fragestellung begonnen werden. Um die persönliche Fragestellung zu konkretisieren ist der zugewiesene Authentifizierungscode notwendig. Diesen erhalten Sie bei der erstmaligen Fragestellung. Jede Eintragung in das Forum bleibt anonym.