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Anorexie_Krankenhaus_Fressanfälle_Kotzen

(Anonym fragte am 18.12.2013 um 20:06:21)

Ich habe schon etliche Psychotherapien und darauf folgende Krankenhausaufenthalte (in dem Zeitraum von März-Oktober verbrachte ich 1/2 Jahr im Krankenhaus)hinter mir nur irgendwie leide ich seit dem ich Ende Oktober Entlassen wurde an Fressanfällen und stecke mir jetzt teilweise auch schon den Finger in den Hals oder versuche es mit langen und intensiven Sporteinheiten auszugleichen. Mein Mindestgewicht lag bei 35,2 bei einer Größe von 162cm und jetzt habe ich etwa 45-47 kg bei der gleichen Größe (zwischen 44 und 45 Kilo muss ich bei den Kontrollen haben a ich sonst wieder aufgenommen werde ).
Meine Frage ist was ich gegen diese Fressanfälle tun kann?
Denn lange halte ich das echt nicht mehr aus. Ich kann mich gar nicht mehr selber berühren und schon gar kein enges Gewand anziehen.
Ich würde wirklich am Liebsten einfach nur dünn sein können (42-43 kg sind schon o.k.) und einen guten Mittelweg bezüglich des Essens finden. Da ich entweder Tage oder mehrere nach einander habe wo ich nichts Esse und auch fast nichts trinke, welche wo ich einfach nur Fresse und an manchen wo ich das alles wieder rauskotze.
BITTE helft mir!

(INTAKT antwortet am 27.12.2013 um 12:02:37)

Es tut uns sehr, sehr leid, dass Sie weihnachtsbedingt erst heute eine Antwort von uns bekommen!!!

Sie schildern recht eindringlich Ihre Belastung Ihrer Essanfälle, die aus unserer Sicht gut erklärlich sind, grad so wie Sie die Ess- und Nichtesstage schildern. Denn dadurch kann sich Ihr Körper nicht verlassen, regelmässig genug zu bekommen und wird gierig, weil er vor allem um die karge Zeit weiß.

Wenn Sie so lange im Spital waren, dann wäre es wichtig, auch danach therapeutische Hilfe zu bekommen, damit man den Übergang zum Alltag wieder gut schafft. Am hilfreichsten wäre es, Sie würden mit der/dem TherapeutIn wieder Kontakt aufnehmen, wo das Vertrauen am besten war, um sich die Unterstützung zu gönnen, die Sie brauchen, um auch sich selbst im Alltag wieder vertrauen zu lernen, daß Ihr Körper sich wieder an regelmässiges, abwechslungsreiches und ausreichendes Essen einzustellen lernt.
Es ist Ihnen schon so viel gelungen, bitte erlauben Sie sich, soviel kg zu haben, daß Sie auch die Spitalskontrollen nicht mehr brauchen und sich Ihr Körper auf seinem ganz persönlichen \"set-point Gewicht\"eingependelt hat. Auch wenn Sie sich das momentan noch nicht vorstellen können, so wird Ihnen das mit aller Unterstützung, die Sie brauchen und auch mit Ihrer Geduld - die Sie ja auch schon mit Ihrem langen Krankenhausaufenthalt bewiesen haben!!! - gelingen! Das wünschen wir Ihnen von ganzem Herzen und möge Ihnen der Jahresbeginn mit all den kollektiven Veränderungswünschen eine gute Mithilfe sein. Und schreiben Sie uns wieder, wenn Sie noch Fragen haben! Alles, alles Gute!

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