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Bulemische Magersucht

(Silvia fragte am 12.09.2013 um 16:31:46)

Ich brauche glaube ich hilfe....
mein name ist silvia, bin 45 jahre alt, wiege ich weiss nicht so um die 43 kilo.
habe eine essstörung - früher reine bulimie seit 16 jahren. war während der bulimiezeit normalgewichtig - 53 - 57 kg. zwischendurch auch mal 6 jahre ohne bulimie. durch den umzug nach mödling vor 6 jahren und einer sehr schwierigen beziehung bin ich dann bis auf 39 kg im letzten jahr runter. inzwischen nenne ich meine krankheit magersüchtige bulimie. weil essen tu ich... wenn es zu viel für mich wird... dann kotze ich. dazu kommt das ich jeden tag mindestens 2 stunden am bike hock... entweder spinning fahre wie eine gestörte oder mit dem mountenbike auf der straße immer schön den berg hoch...
mein ganzer gedankenkreis dreht sich nur noch um gewicht, sport, nicht essen, kotzen, doch essen... nicht zunehmen.
ich habe mich inzwischen verloren. fühle nichts mehr ausser leere. bin eine hülle die nur noch funktioniert. eine fassade die inzwischen einzustürzen droht. bin voll beruftstätig. habe keine beziehung... ich lasse nähe nicht mehr zu... habe zu viel erlebt in den vergangen jahren an enttäuschungen, körperlichen schlägen, betrug... ich habe nichts ausgelassen was einen mensch demütigen und kaputt machen kann.
inzwischen bin ich an einem punkt angekommen wo ich nicht mehr kann. ich zweifle am sinn meines lebens. am liebsten wäre ich heute schon tot.... ich weiss, mit dem was ich mache, betreibe ich selbstmord auf raten. ich bin ja nicht dumm....
mein tagesablauf sieht so aus: 5 uhr aufstehen.... 1 stunde spinningbike fahren. früher bin ich gelaufen... durch eine schwere muskelverletzung kann ich nicht mehr laufen. dann arbeiten gehen. nach der arbeit entweder mountenbike 1,5 stunden oder fitness nochmal spinning 1 stunde fahren. essen gibt es morgens im büro ein brötchen belegt. abends koch ich mir dann was - komplett kalorienarm... und soletti... was aber meistens wieder rückwärts geht.
am wochenende von freitag bis sonntag gibt es überhaupt nur einmal was zu essen, bei gleichem sport.
mein hamsterrad dreht sich und dreht sich und finde den ausgang nicht.
ich habe angst davor loszulassen. normal zu werden. zuzunehmen. ich habe angst davor, was die leute sagen, wenn ich plötzlich dicker werde. ich kann es einfach nicht zulassen. es fesselt mein leben. nur ein leben ist das nicht mehr. bin nicht fähig aus zu gehen. abends einfach mal essen zu gehen ohne sport gemacht zu haben... usw. usw...inzwischen isoliere ich mich komplett und hab das gefühl einfach durchzudrehen. denn ich glaube ich hänge inzwischen auch in einer depression.
ich hoffe auf antwort
silvia

(INTAKT antwortet am 13.09.2013 um 14:09:45)

Liebe Sylvia, danke für Ihren Brief, der sehr eindrücklich beschreibt, in welcher verzweifelten Lage Sie sind. Doch Sie müssen wissen, daß es immer wieder Wege gibt, um aus so einer schwierigen Lebenssituation herauszufinden. Und Sie haben uns geschrieben, das war ein ganz wichtiger neuer Schritt!!! Als nächsten Schritt wenden Sie sich bitte an die Barmherzigen Schwestern und vereinbaren Sie ein Erstgespräch (nähere Daten entnehmen Sie bitte unseren links). Sie brauchen die \"Auszeit\" eines stationären Turnusses, um wieder zur Ruhe zu kommen und dadurch zu sich zurückzufinden, mit der Unterstützung einer kompetenten Betreuung. Sie leiden an einer schweren Erkrankung, die eingehende Behandlung braucht. Gönnen Sie sich alle Unterstützung, die Sie brauchen! Alles Gute!

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