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Magersucht - Fressanfälle

(Anonym fragte am 09.09.2013 um 17:02:13)

Meine Tochter war mit 34 kg in der Klinik und hat dort und auch zuhause die Therapie abgebrochen, da sie das alles alleine schaffen möchte. Eine weitere Therapie lehnt sie ab. Nun hat sie durch abendliche (jeden Abend) Fressanfälle ca. 15 kg innerhalb von 3 Monate zugenommen. Da ich Angst habe, dass sie sollte sie noch mehr zunehmen, wieder in die Magersucht rein rutscht, daran hindern oder wie soll ich reagieren? Nach den Essattacken bereut sie es und kann oft auch nicht gut schlafen.

(INTAKT antwortet am 13.09.2013 um 13:38:12)

Leider eine etwas verspätete Antwort:
Sie schreiben nicht, wie alt Ihre Tochter ist. Aber es passiert immer wieder, daß eine Therapie abgebrochen wird, weil Betroffene glauben, es allein schaffen zu wollen oder zu müssen. Einerseits ist es gut, daß Ihre Tochter zugenommen hat und 49 kg sind auch nicht sosehr viel, je nach ihrer Größe halt. Doch scheint ihr Essverhalten noch sehr aus den Fugen geraten zu sein, denn Essanfälle sind oft Folge von sehr unregelmässigem Essen und der Körper noch nicht vertrauen kann, daß er regelmässig ausreichend Nahrung bekommt und sich der Grundumsatz nicht stabilisieren kann. Vielleicht fragen Sie Ihre Tochter, wie Sie sie unterstützen können, damit es zu keinem Fressanfall kommen muß (Abendspaziergang, miteinander reden,sie ablenken, miteinander etwas tun....), so etwas wird auch oft in der Therapie erarbeitet.
Was das Essen anbelangt, kann es sein, daß Ihre Tochter untertags viel zuwenig isst, da bräuchte sie wahrscheinlich medizinische Unterstützung, um ein richtiges Mass dafür finden zu lernen.
Aber vielleicht können Sie sich entschliessen, für sich selber Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um anders mit der schwierigen Situation umgehen zu lernen. Betroffene fühlen sich dadurch immer sehr entlastet, wenn nicht nur sie was \"tun müssen\", um endlich wieder gesund zu werden. Alles Gute Ihnen und Ihrer Tochter!

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