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Angehöriger

(Mona fragte am 22.03.2007 um 15:10:09)

Meine Tochter (17) ist in Therapie wegen Magersucht, ausserdem wird sie auch noch von einer Fachärztin betreut.
Sie ist ein sehr "angepasstes" Mädchen und gut in der Schule. Da sie ihre Periode schon seit 1 Jahr nicht mehr bekommen und einen BMI von 17 hat, hat sie auch in eine Therapie eingewilligt, weil sie in dem Moment überzeugt werden konnte, dass diese nötig ist. Nun nach einem 1/2 Jahr Therapie mehren sich die Fressanfälle und der Frust hinterher. Es ist schrecklich dies mitanzusehen zumal wir ein sehr nahes Verhältnis zu einander haben und manchmal hab ich das Gefühl, das ich das alles nicht mehr aushalte. Gibt es bei Ihnen die Möglichkeit einer Beratung/Gruppe für Angehörige von Essgestörten?

(INTAKT antwortet am 23.03.2007 um 11:27:41)

Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass es in einem Therapieverlauf immer wieder schwierige Phasen gibt, die sich auf Betroffene aber auch auf Angehörige belastend auswirken. Wichtig für Ihre Tochter ist vor allem, dass sie an ihrem Prozess dranbleibt und sich nicht zu sehr für ihre Essattacken verurteilt.
Sie empfinden, wie viele andere Mütter, in dieser Situation Hilflosigkeit. Das Buch "Ich bin müde, kraftlos und herzleer" (näheres auf unserer Literaturseite) setzt sich mit dieser Hilflosigkeit sehr vielschichtig auseinander und gibt Müttern sehr eindrücklich die Empfehlung, sich so bald wie möglich Unterstützung zu suchen. So können sie wieder ihre Ressourcen mobilisieren und in ihre Handlungsfähigkeit und Kraft kommen, um schwierige Situationen leicher und klarer zu meistern.
Im Nachbarschaftshilfezentrum in Hernals findet 1x/Monat eine Gruppe für Angehörige statt. Zur näheren Information wenden Sie sich bitte an Frau Elisabeth Peya (0676/4041352).
Bei uns im Therapiezentrum intakt ist Beratung ganz auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt möglich, um einen Termin zu vereinbaren, rufen Sie bitte im Büro an (01/22 88 770).
Aus unserer Arbeit - sowohl mit Betroffenen als auch mit Angehörigen - wissen wir, dass es für den Gesundungsprozess vor allem Geduld braucht, und diese Geduld wünschen wir Ihnen und Ihrer Tochter! Alles Gute!

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