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mein momentanes Leben

(Anonym fragte am 16.03.2007 um 14:05:24)

Ich fühle mich für alles verantwortlich, und bekomme seelisch und körperlich immer mehr das Gefühl nichts mehr auf die Reihe zu bekommen. Ich habe Depressionen die ich versuche in den Griff zu bekommen. Mein ganzes Leben kommt in mir hoch. Von meiner Kindheit, meiner Teenager - Zeit und von meiner Zeit nach der Geburt meines Sohnes. Meine Depressionen kamen als Wochenbettdepressionen (2002) erstmals in mein Leben. Nach dieser "Phase" folgten andere Gefühlstief aus den verschiedensten Gründen. Ebenso Gewichtsabnahme bis zur 40 kilo Grenze (2004) mittlerweile hab ich etliche Depressionen mit Hilfe einer Psychotherapeutin hinter mich gebracht. Ich befinde mich momentan fast auf der 43 kilo Markierung, was für mich schon positiv ist, aber dennoch bricht meine Gefühlslage immer wieder in ein riesiges Loch, wobei ich morgens bereits zu weinen beginne und meistens nicht weiß warum. Mein Freund ist sehr fürsorglich und kümmert sich um mich aber dennoch komm ich einfach nicht mehr aus dem Gedanke das ich momentan einfach nichts wert bin. Zumindestens im weitesten Sinn. Ich fühle mich körperlich nicht wirklich in der Lage arbeiten zu gehen weil ich die nötige Kraft im Moment nicht aufbringen kann. Auch die Ausbrüche meiner Tränen kann ich momentan sehr schwer steuern. Ein Heilpraktiker aus Deutschland, hat eine Schildrüsendisharmonie in Richtung einer Überfunktion diagnostiziert, und hat mir erklärt das Depressionen und Gewichtsverlust damit zusammenhängen. Zusätzlich weiß ich, dass es bei mir mit den schon erwähnten Erinnerungen der Vergangenheit und meiner ewigen Denkprozesse zusammenhängt. Eine Reiki Meisterin hat mich nach einen Scheidenpilz darauf hingewiesen, dass es sich ebenso bei mir um enen Pilz im Körper handeln kann. Da mir schon alles Recht ist, um meine Umstände in die richtige Richtung zu leiten, begann ich diese Woche mit einer Schwarzkümmelöl, ohne Zucker- und ohne Weizenmehldiät. Ich hatte im Sommer 06 meine schlimmste Depression wo ich bei einer Bachblütenexpertin war, die mir Bachblüten zusammenstellte, die mir auch geholfen haben, welche ich ab heute wieder einnehme. Trotz allem was ich versuche hab ich einfach keine Kraft mehr und meine Geduld verlässt mich auch schön langsam. Hoffnungen sind das einzige was mir neben meinen Therapien noch bleiben. Ich würde einerseits gerne eine Therapie in einer Einrichtung vorziehen aber ich weiß das ich sehr an meiner Familie und meinem Freund hänge da sie meine einzigen Stützen sind. Ausserdem kann ich mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, dass ich Antidepressiva oder ähnliche diverse Tabletten einnehmen soll oder muss.
Das einzige was mir eventuell liegen könnte wäre eine Kur die ich zusammen mit meinem Freund durchgehen würde. Jedoch wurde mir von meinem Hausarzt bereits mitgeteilt das ich von der Krankenkasse erst eine Kur bezahlt bekommen würde, nachdem ich im Krankenhaus eine Aufbaukur meines Gewichtes bzw. Körpers hinter mich gebracht hätte. Ich habe absolout kein Interesse an einem Krankenhaus und künstliche Ernährung. Vielleicht haben Sie eine Möglichkeit für mich mit der ich mich identifizieren kann. MFG

(INTAKT antwortet am 20.03.2007 um 15:45:40)

Wir hatten in den letzten Tagen technische Probleme, daher erfolgt leider erst heute unsere Antwort.
Ihren Brief entnehmen wir, dass sie momentan eine schwierige Lebensphase durchmachen. Beruhigend ist zu lesen, dass sie in psychotherapeutischer Betreuung sind, durch die Sie auch schon einiges verändern konnten und, dass sie auch privat ein unterstützendes Netz haben.
Medizinisch ist es durchaus möglich, dass ihre Symptome die Folge einer Schilddrüsendysharmonie sein können, dies sollte aber mit gezielten internistische Untersuchungen abgeklärt werden, um dann auch eine medikamentöse Behandlung einzuleiten. Reiki und Bachblüten können in vielen Fällen hilfreiche Unterstützungen sein, doch scheint es mir in ihrem Fall wichtig, sich medizinisch versorgen zu lassen. Ihre Abwehrhaltung gegenüber Medikamenten mag Gründe haben, aber aus unserer Erfahrung - bei intakt arbeiten ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen vernetzt zusammen - wissen wir, dass es in manchen Situationen für den Gesundungsprozess hilfreich und wichtig ist, für einen bestimmten Zeitraum Medikamente verschrieben zu bekommen und diese unter fachärztlicher Anweisung und Beobachtung einzunehmen, manchmal sind auch Psychopharmaka notwendig.
Ihr Gewicht scheint sehr niedrig zu sein, allerdings müßten wir Ihre Körpergröße wissen, um abschätzen zu können, welcher Handlungsbedarf in Ihrem Fall vorliegt. Aus der Aussage Ihres Hausarztes ist zu schliessen, dass Sie sich bereits in einem kritischen Bereich bewegen.
Auf alle Fälle möchten wir Sie darauf hinweisen, dass es bei den Barmherzigen Schwestern in Wien (wir wissen nicht, wo Sie wohnen), die Möglichkeit gibt, zwar einerseits 8 Wochen stationär betreut zu werden, andererseits gibt es dort auch die psychosomatische Tagesklinik, wo neben einer 8wöchigen intensiven Betreuung das Ihnen wichtige familiäre Bezugsfeld mitberücksichtigt werden kann. Zur näheren Information dürfen wir Sie bitten, sich über die Homepage (www.bhs.at/wien; III.Med.Abteilung) näher zu informieren bzw. unter Tel. 01/599 88 3200 eventuell ein Beratungsgespräch auszumachen.
Beim Durchlesen unserer Homepage werden Sie auch erfahren haben, dass es zur näheren gezielteren Beratung die Möglichkeit eines Erstgespräches gibt. Wir möchten Sie aber auch ermutigen, wieder zu mailen, wenn Ihnen diese Form des Kontakts noch lieber ist.
Wir möchten Sie jedenfalls bestärken, zusätzlich zu Ihrer Psychotherapie fachärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Herzliche Grüße und alles Gute!

(Erweiterung der Fragestellung am 30.03.2007 um 12:20:50)

Ich war bis zum heutigen Datum im Krankenstand erst wegen meiner Depressionen und die letzte Woche wegen einer Grippe.
Ich fühlte mich zwar die letzte Woche wohler in meiner Haut, dennoch ist die Phase noch nicht durchgestanden. Ich bekam einen Brief von der GKKNÖ wegen eines Kontrollarztbesuches den ich heute Vormittag nachgehen musste. Wie meine "momentane Glückswelle" es will, war der Kontrollarzt mein ehemaliger Hausarzt der mir nie geglaubt hat und mich immer diskriminiert, von wegen ich will nicht arbeiten oder ich simuliere. Ich befinde mich im Moment in einer arbeitslosen Situation aber das heißt nicht das ich nicht arbeiten will, ich habe für meinen erlernten beruf keine Kraft und keine Nerven. Im Gastgewerbe ist es nicht immer so leicht wie es für manche scheint, und im Büro bzw. in einem kreativen Arbeitsbereich findet sich kaum ein Arbeitsplatz ohne entsprechende Ausbildung.
Meine Abneigung gegenüber Medikamenten schließt unteranderem auf meinen ehemaligen Hausarzt und wie oben genannten Kontrollarzt. Er und ein Arzt aus Melk hat mir schon vor einiger Zeit Antidepressiva verschrieben und mein Körper reagierte beide male mit extremen Muskelkrämpfen. Antibiotika habe ich sehr lange Zeit eingenommen und mittlerweile ist mein Immunsystem geschwächt und ich kann gerne darauf verzichten durch Tabletten bzw. rein chemischer Herkunft mich in den Ruin treiben zu lassen. Mein Wohnort befindet sich im Bezirk Melk. Meine Körpergröße: 165.
Mein Normalgewicht sollten laut Internet 60 kg sein und mein Idealgewicht beläuft sich demnach auf 50 - 55kg auf jedenfall bin ich extrem untergewichtig und ich bin schon mit 5 kg zufrieden - was ein 5 Jahresplan bei mir ist-.
Mittlerweile bin ich zwar mit meiner Therapeutin auf einen guten Weg der Aufarbeitung, aber solch diverse Diskriminierungen der Ärzte die kein Einfühlungsvermögen besitzen fällt es mich noch schwerer mich zu öffnen und Ärzten zu vertrauen. Ich bin ein sehr sensibler Mensch auch wenn man es mir nicht unbedingt ansieht. Ich spüre die Lebenslagen oder Umstände in der sich meine gegenüberstehende Person befindet und wenn er gestresst ist, oder ähnliche negative Haltungen ausstrahlt, fühle ich mich derartig unwohl das ich mich sofort wieder verschließe und so schnell wie möglich mich zurückziehe.
Ich fühle mich nach der Situation heute vormittag mehr als überrollt denn ich hatte gehofft das ich die Chance bekomme von mir aus zu sagen ich bin soweit und gehe wieder meiner Wege um eine Arbeit zu finden. Ich bin ein Typ Mensch der nicht lügt und nicht betrügt, von mir kann man das letzte Hemd haben und man kann mit mir durch dick und dünn gehen aber ich kann solche Menschen nicht verstehen für die Geld und Profit an erster Stelle stehen.
Ich habe einen Termin im KH Melk am 22.5. wegen meiner Schilddrüse.
Ich spiele unteranderem mit dem Gedanken mit Tai Chi zu beginnen, da es, wie mir erzählt wurde, für die Seele bzw. für den Geist eine Bereicherung ist mit allem leichter umgehen zu können.
Danke für Ihre Anwort.
MFG

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