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Essstörung oder doch nicht?

(Anonym fragte am 14.03.2013 um 11:28:46)

Ich habe insgesamt 30 Kilo gewollt abgenommen, habe jetzt bei einer Größe 163 cm,ca 64 Kilo, also eingentlich ganz ok. Mein Problem ist, dass ich manchmal Essanfälle habe, die völlig unkontrolliert enden, ich esse solange, und alles durcheinander, bis mir schlecht ist. während dem Essen fühle ich mich gut, aber dann fühle ich mich total schlecht. Ich nehme mir auch dann vor, den nächsten Tag wieder voll streng zu sein und mir nichts erlaube. Ich stelle mich auch 1 x täglich auf die Waage, was sicher auch nicht gut ist. Ich habe auch meinen Arzt angesprochen, denn ich habe erkannt, dass mit meinem Essverhalten was nicht stimmt, der hat mir Antidepressiva verschrieben und das war. Auf diese habe ich noch mehr Essanfälle bekommen und auch zugenommen und habe mich frisch schlecht gefühlt. Ich habe diese jetzt wieder abgesetzt, denn ich möchte mich nicht mit Pulver zustopfen, sondern möchte ein normales Essverhalten bekommen. Bin mir aber nicht sicher, ob ich eine Essstörung habe oder ob ich halt einfach manchmal Essanfälle habe, die normal sind. Die ganze Zeit beim Abnehmen ist es mir besser gegangen, als jetzt beim \"Gewicht halten\". Bitte um Ihren Rat! Vielen lieben Dank!!

(INTAKT antwortet am 18.03.2013 um 17:15:19)

Zuerst einmal muß anerkannt werden, was Ihnen gelungen ist!!! Viele Menschen machen die Erfahrung, daß die Übergangsphase zwischen Abnehmen und Gewichthalten eine schwierige ist. Da ist es vor allem wichtig, regelmässige, ausgewogene Mahlzeiten einzuhalten. Wenn Sie schreiben...wieder voll streng zu sein und mir nichts zu erlauben...dann ist das die große Falle, die Essanfälle einlädt, denn das führt dann meist zu unregelmässigem Essen und das Nichterlauben ist wie die verbotene Tür im Märchen, die man nicht aufmachen darf und die jeder trotzdem öffnet. Lieber sich immer wieder etwas mit Mass und Ziel gönnen, um den ungesunden Widerstand nicht herauszufordern! Was das Wiegen anbelangt, so haben Sie mit Ihrer Vermutung recht, täglich kann es nur stressen, einmal die Woche reicht aus, um Ihnen Sicherheit zu geben, daß Ihr Gewicht im grünen Bereich ist und nach einer Zeit werden Sie sich auch nicht mehr die Rückmeldung der Waage brauchen, weil Sie selbst genug Körperwahrnehmung entwickelt haben, um zu merken, was Ihnen beim Essen guttut. Es wäre auch wichtig, herauszufinden, wann Sie am meisten gefährdet sind, diese Essanfälle zu haben. Da wäre in dieser Übergangsphase professionelle Hilfe unterstützend, um Ressourcen in sich wiederzuentdecken, damit in schwierigen Phasen Essanfälle nicht mehr zum Spannungsabbau z.B. herhalten müssen, sondern Sie achtsamer und liebevoller mit sich umgehen lernen. Es wird Ihnen sicher gelingen, Ihren großen Erfolg zu geniessen und dem Essen den Stellenwert zu geben, den es für ein gesundes Leben braucht!!!

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