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Bulimie

(Anonym fragte am 06.03.2013 um 20:51:03)

Hallo,

ich leide ca. seit 13 Jahren an Bulimie. Einmal mehr einmal weniger, das kommt immer auf meine allgemeine Verfassung an. Ich hatte in letzter Zeit sehr viel Stress in der Arbeit und auch viele private Verluste. Daher wird auch die Bulimie immer schlimmer und ich kann es nicht mehr kontrollieren. Ich würde mich so gerne jemandem anvertrauen, habe aber Angst davor ausgelacht und nicht verstanden zu werden.
Ich ziehe mich privat immer mehr zurück, habe zu nichts mehr Lust und mein Leben läuft an mir vorbei.
Allerdings habe ich auch Angst davor eine Therapie zu machen, noch dazu reicht das Geld für das im Moment auch nicht.
Gibt es Möglichkeiten diesen Teufelskreis selber in Griff zu kriegen, gibt es Wege sich selbst so weit in den Griff zu kriegen?

Ich möchte so auf keinen Fall mehr weiter machen, ich denke manchmal sogar darann nicht mehr leben zu wollen mit dem ganzen Balast auf meinen Schultern. Ich möchte wieder Freude am Leben haben.
ich freue mich sehr über Ihre Worte...Vielen Dank!

(INTAKT antwortet am 08.03.2013 um 11:19:38)

So traurig und einsam liest sich Ihr Brief! Es ist verständlich, daß in Ihrer momentanen Situation die Bulimie noch mehr Besitz von Ihnen ergreift. Und doch....Sie haben uns geschrieben, einen ganz wichtigen anonymen Schritt gesetzt!!!Sie haben Ihre Verzweiflung in Worte gefaßt und sich dadurch sehr gezeigt, wahrscheinlich hat Ihnen dies sogar eine kleine Erleichterung ermöglicht. Seien Sie sich sicher, daß kein(e) einzige(r) TherapeutIn Sie jemals auslachen würde, sondern Sie würden merken, daß Sie gehört und ernstgenommen und unterstützt werden, einen achtsameren Blick auf sich selbst zu erlernen, und herausfinden, daß im Laufe der Jahre durch Ihre Krankheit so manche Ressourcen von Ihnen verloren gegangen ist. Diese gilt es wiederzufinden und zu stärken, damit Sie wieder ein Ihren Wünschen entsprechendes selbstbestimmtes und freudvolles Leben führen können. Gönnen Sie sich kompetente Unterstützung, Sie brauchen das, Sie haben lange genug geglaubt, alles allein schaffen zu müssen, haben sich dadurch Ballast auferlegt, der Sie überfordert hat. Dieser Ballast gehört durchforstet und vieles davon auch endlich abgelegt. In Krisenzeiten ist es noch wichtiger, Hilfe von außen anzunehmen! Es gibt Krankenkassaplätze, es gibt Sozialtarife, es gibt stationäre Aufenthalte, die die Krankenkasse übernehmen. Es finden sich immer Wege, wenn man so einen klaren Wunsch nach Veränderung hat, wie Sie ihn in Ihrem Brief ausdrücken!Bleiben Sie mit mutigem Herzen dran!

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