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Alltag

(Anonym fragte am 01.12.2012 um 18:58:15)

Hallo,
ich bin 19, leide seit 5 Jahren unter einer Essstörung, nehme seit 2,5 Jahren Abführmittel und mein \"Leben\" ist kein Leben mehr. Alles dreht sich nur mehr um Essen. Es gibt keinen anderen Lebensinhalt mehr, ich vernachläßige meine Familie, Freunde und Schule. Ich habe jegliche Kontakte abgebrochen und bin nur noch zu Hause. In der Schule fehle ich sehr sehr oft da ich tagelang einfach nur im Bett liege und an Essen denke. Ich habe jeden Tag Fressanfälle und danach kann ich tagelang nicht aus dem Haus gehen. Ich nehme jeden Tag unmengen an Abführmittel. Ohne geht es gar nicht mehr deshalb plane ich auch jeden einzelnen Tag durch, was ich esse was ich trinke und wie ich es wieder rückgängig machen kann. Ich versuche bei Fressanfällen immer unter 3000 Kalorien zu bleiben, jedoch werden es immer mind. 5000 - 6000. Danach rede ich mit niemandem und nehme hunderte von Abführmitteln. Manchmal habe ich dadurch sehr starke Schmerzen, aber sobald diese vorbei sind nehme ich wieder welche. Ich habe zu Beginn sehr viel abgenommen und nahezu nichts mehr gegessen, es viel mir nicht schwer und ich fühlte mich gut, dann kamen die Fressanfälle und alles wendete sich zum negativen.
Mittlerweile kann ich keinen Bissen mehr essen ohne in einen Fressanfall zu versinken. Ohne den Abführmittel geht gar nichts mehr, also gibt es nur noch fressen oder hungern. Vor ungefähr 1,5 Jahren habe ich mit dem SVV aufgehört, doch mittlerweile denke ich immer öfter daran. Ich versuche mich oft zu erinnern wie es ist einfach zu essen und sich trotzdem so zu geben wie man ist. Ichversuche jeden Tag wieder am Abend nicht zu versagen, doch es klappt nie. Am nächsten Tag ziehe ich irgendwelche alten riesigen Klamotten an und versuche trotz der Niederlage meinen Alltag zu bewältigen. Ich werde schief angesehn weil ich in viel zu großen Sachen rumlaufe und gehe nach Hause und alles beginnt von vorne.
Ich war noch nie in Behandlung, ich möchte es alleine da raus schaffen. Vielleicht habt ihr ein paar Tips für mich. MfG

(INTAKT antwortet am 05.12.2012 um 20:25:08)

SIE HABEN ALLES RECHT DAZU, SICH HILFE ZU ORGANISIEREN, UM IHRE ESSSTÖRUNG ZU ÜBERWINDEN!!!!
So wie Sie Ihr Krankheitsbild schildern, sind Sie schwer erkrankt und brauchen medizinische und psychotherapeutische Unterstützung! Am hilfreichsten wäre es, Sie würden einen stationären Aufenthalt in Erwägung ziehen, um fürs erste eine längere Betreuung und Behandlung zu bekommen. Bitte wenden Sie sich an die Barmherzigen Schwestern, die Daten entnehmen Sie unserem link. Vereinbaren Sie dort ein Erstgespräch, um gut beraten zu werden, auch wann ein nächster Turnus beginnt! Sie haben den Mut aufgebracht, sich an uns zu wenden, so werden Sie auch die nächsten Schritte wagen! Sie sind zu jung, um länger in den Klauen dieser Krankheit zu bleiben. Ihr Körper und Ihre Seele braucht dringend Hilfe und diese ist auch möglich!

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