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Esssucht

(Anonym fragte am 24.11.2012 um 15:01:30)

vor ca. einem Jahr habe ich mich von 61 auf 48 Kilo runtergehungert mit extremer sportlicher Betätigung kombiniert. Sport treibe ich immer noch (mind. 3 mal die Woche). Mittlerweile wiege ich wieder 57 Kilo, aber wohl fühle ich mich bei weitem nicht. Jede Nacht werde ich von Fressattacken heimgesucht. Ich esse alles was ich finden kann, bis mir richtig übel ist und nichts mehr \"rein passt\". Ich bin in Therapie und fühle mich sehr wohl bei meiner Therapeutin, allerdings habe ich das Gefühl sie kann mir bei meiner Essstörung nicht helfen. Gestern war es sogar so weit, dass ich Unmengen Salzwasser getrunken habe (wie es mir in verschiedenen Foren geraten wurde) um erbrechen zu können. All meine Gedanken drehen sich ums nichts/zuviel/gesund essen. Wenn ich wieder fresse kann ich einfach nicht aufhören. Jeder Blick in den Spiegel ist mittlerweile zur Qual geworden. Ich will da endlich raus, aber ich schaffe es nicht. Jeder Tag ist ein Kampf und ich bin es leid immer zu verlieren. Am nächsten Tag beschließe ich \"einfach neu anzufangen\" und das was gestern war zu vergessen, unter tags funktioniert das gut und ich ernähre mich ausgewogen und gesund, aber am Abend kann mich nichts mehr halten. Mir geht langsam die Energie aus und ich weiß mir nicht zu helfen. Nun wollte ich fragen, ob ich meine Therapeutin wechseln muss/sollte oder welche Alternativen es für mich gibt.
Ich bin für jeden Ratschlag sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen

(INTAKT antwortet am 26.11.2012 um 09:06:49)

Eine Therapie, bei der man sich wohlfühlt, sollte man nicht verändern, denn da ist sicher schon viel Beziehungsarbeit gelungen. Vielleicht wäre es wichtig, noch andere Themen anzusprechen, die zu Ihrer Spannung beitragen und die Essanfälle auslösen. Auch könnte eine medizinische bzw. psychiatrische Unterstützung in Ihrem Fall hilfreich sein, um eine medikamentöse Behandlung einzuleiten. Besprechen Sie das am besten mit Ihrer Therapeutin! Bitte vertrauen Sie mehr Ihrer Therapie als den Foren, wo meist krankmachendes Verhalten gefördert wird. Herzliche Grüße und alles Gute!

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