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Nie raus von den Essstörungen

(Sandy fragte am 27.07.2012 um 15:25:45)

Liebes Intakt-Team,

ich wende mich an euch, da ich langsam echt nicht mehr weiter weiß.

Ich hatte längere Zeit Ms (von Mitte 2009 weg, 2010 war mein Tiesftgewicht 37 kg bei 1,63m, dann hatte ich Fas und nahm etwas zu (auf ca 45-46 kg), dann nahm ich wieder ab auf 40 kg im Herbst 2010 und dann hatte ich oft Fas und das Gewicht stieg kontiniuerlich…im letzen halben Jahr hab ich einiges zugenommen, wiege nun ca. 53-54 kg und bin 22 Jahre alt..

Das Problem ist, dass ich nicht mehr so eine Disziplin habe wie in MS Zeiten und hab auch leider ds Öfteren große Fas (vor allem Abends) und dann legen sich leider die Kalos an…Ich hab ein „Speckbauch“ und möchte gerne etwas dünner sein…mir kommt vor, ich komm aus den Essstörungen nie raus… viele Unwissende werden denken: jetzt ist sie nicht mehr so dünn, hat normalgewicht und jetzt ist sie wieder gesund..aber das bin ich mit meinem Essverhalten bestimmt nicht!!! Ich hab Angst, Binge Eating zu haben und immer weiter zuzunehmen!!! Ich möchte einfach 48-50 kg haben, aber wenn ich mal 1 Tag normal essen kann hab ich am Tag drauf wieder Fas….ich ess dann total viel Süßes (kann in solchen momenten nicht anders und im nachhinein hab ich klarerweise ein schlechtes Gewissen)..

Jetzt hab ich endlich die Zusage bekommen, dass ich ab Herbst Diätologie studieren kann (war schon immer mein Traum), aber wenn ich nicht mal mein eigenes Essverhalten auf die Reihe bekomme, wie soll ich dann anderen ein Vorbild sein!?

Manchmal wünsch ich mir die MS Zeiten zurück, wo ich sehr schlank war und mich alle auf meine Figur angesprochen haben…jetzt fühl ich mich nur noch dick!!!!

Liebe grüße,

sandy

(INTAKT antwortet am 01.08.2012 um 20:39:46)

Liebe Sandy, urlaubsbedingt leider eine verspätete Antwort. Vielen Dank für Ihren Brief! Schön, daß Sie einen Studienplatz bekommen haben und damit Ihren Traum verwirklichen können. Verständlich, daß es Ihnen bewußt ist, daß Sie vorher mit Ihrem eigenen Essverhalten ins Reine kommen wollen. Dabei sollte es aber nicht um Ihre Vorbildwirkung gehen, sondern vielmehr um Sie selbst. Ihrem Brief ist zu entnehmen, daß sich Ihr Selbstwert, Ihre Selbstwahrnehmung sehr an Ihrem Gewicht orientiert.Sie sollten sich ehrlich fragen, ob Sie in Ihren Magersuchtzeiten wirklich glücklicher und zufriedener waren. Konnten Sie an allen sozialen Aktivitäten teilnehmen? Konnten Sie unbeschwert ausgehen, mit anderen gemütlich essen und dabei Spaß haben. Die Angst vor zuviel Zunehmen ist weit verbreitet, doch es kommt bei regelmässigen und ausgewogenemn Mahlzeiten zu Ihrem sogenannten Setpoint-Gewicht, auf das sich Ihr Körper dann einpendelt. Ihre Essanfälle allerdings scheinen etwas zu kompensieren, wofür Sie noch keine andere Ausdrucksform entwickeln konnten. Dafür wäre professionelle Unterstützung wichtig,um wieder zu lernen, normale Essgewohnheiten zu entwickeln, um wieder zufriedener mit sich zu sein und um zu entdecken, daß Sie viel mehr sind als Ihre Kilos, über die Sie sich definieren. Dadurch werden Sie neue Kräfte aktivieren können, die Sie in Ihrer Ausbildung benötigen werden. Und diese Selbsterfahrung wird Ihnen in Ihrem späteren Beruf und überhaupt in Ihrem Leben mehr als zugute kommen!!!Viel Glück!

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