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Ich denke meine Freundin ist Magersüchtig

(Dean fragte am 12.02.2012 um 10:12:32)

Ich bin seit ca 3 Monaten mit meiner Freundin(21) zusammen, es passt alles und wir passen auch super zusammen. Sie ist meistens bei mir, da sie sich mit ihrer Mutter nicht so gut versteht! Also wohnen wir quasi schon zusammen.

Ja mein Problem ist, das sie irgendwie kein ganz normales Verhältnis zum Essen hat. Ich hab sie nach 3 Monaten noch nie Essen sehn. Sie sagt immer sie hat schon gegessen oder sie hat Gastritis usw...... In der letzten Nacht wurde ich gegen halb 4 wach und sie lag nicht neben mir, ich ging sie suchen und sie stand in der Küche mit gaaaaanz viel verschiedenen Essen. Sie hat das alles irgendwie in sich reingestopft. Ich wollte nichts sagen weil ich froh war das sie mal was isst. Und dann ging sie auf die Toilette (sie hat mich nicht gesehen) und ich hab gehört wie sie sich übergab. Das wollte ich dann doch nicht auf mir sitzen lassen und hab sie vor der Türe abgefangen, sie sagte mit einem Grinsen im Gesicht sie hat wohl eine Magengrippe, ging ins Bett und hat kein Wort mehr gesagt. Mir ist schon aufgefallen das in den letzten 5-6 Wochen die Lebensmittel bei mir immer schnell leer sind, hab aber nicht gedacht das sie das sein könnte ich dachte einfach ich esse mehr und merk es nicht! Ich mache mir wirklich sorgen, sie ist extrem dünn. Mir gefallen zwar dünne Frauen aber das wird schon extrem bei ihr.
Heute Morgen dachte ich (oder besser gesagt ich weiß nicht was ich denken soll) ich mache Frühstück, überrasche sie damit und versucht mal was zu sagen! Ich hab gesagt das ich schon bemerkt habe das mein Essen weniger wird, und sie immer dünner wird usw. Daraufhin hat sie ihre sachen genommen ist rausgestürmt und hat gesagt das wars. :( Seitdem hebt sie nicht ab und nichts. Was soll ich machen?? Ich meine soll ich etwas zu ihrer Mutter sagen?

Mfg
Dean

(INTAKT antwortet am 13.02.2012 um 18:22:46)

Lieber Dean, leider passieren solche Begebenheiten immer wieder, daß jemand, der an einer Essstörung erkrankt ist und diese vertuschen will, aus einer Beziehung flüchtet, wenn er/sie sich durchschaut und erkannt fühlt. Natürlich machen Sie sich mit Recht Sorgen und Gedanken. Aber das Offenlegen ihrer Mutter gegenüber wäre ein Vertrauensbruch, wichtiger wäre es, Sie könnten Ihre Freundin persönlich erreichen und ihr sagen, wieviel Ihnen an ihr liegt und von dem sprechen, was gut und stimmig zwischen Ihnen ist und daß Sie sich sorgen, weil Sie sie mögen. Das wäre eine Möglichkeit. Man fühlt sich schnell überfordert mit dieser Krankheit und möchte vielleicht ein therapeutischer Freund sein, doch das wäre eine Falle und aus diesem Grund könnte man vielleicht zu einer professionellen Hilfe animieren. Versuchen Sie wirklich dranzubleiben und Ihre Freundin zu erreichen, wirklich hilfreich ist das persönliche Gespräch und sie bestärken, dass es wichtig ist professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bitte melden Sie sich wieder, wenn Sie noch Fragen haben. Alles Gute! Und schön, daß Sie sich an uns gewandt haben, das zeigt auch, wie sehr es Ihnen an Ihrer Freundin liegt!

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