intakt Forum

zurück zur Übersicht

Bulimie-Heilung

(Anonym fragte am 20.01.2012 um 18:16:35)

Ich leide seit rund 7 Jahren an Bulimie und zeitweise auch an Selbstverletzungen. War deshalb auch schon vor rund 5 Jahren einmal in Therapie und war dann auch für eine zeitlang besser aber leider nie ganz weg. Letzten Sommer/Herbst ging es mir dann wieder schlechter und ich hab wieder mit Therapie angefangen. Bringt mir in etlichen Dingen schon etwas, aber trotzdem verschwinden die Bulimieanfälle nicht komplett, kommen immer noch vor und auch die Gedanken ums Essen/Nichtessen und Gewicht sind noch sehr präsent. Jetzt frage ich mich langsam, ob ich wohl je ganz davon geheilt werde? Möchte das auf gar keinen Fall mein ganzes Leben mit mir herumschleppen, aber verliere ein bisschen die Hoffnung. Ich komme mit meiner Therapeutin eigentlich gut klar, aber meistens reden wir einfach nur, frage mich langsam ob spezielle Übungen,.. vielleicht zielführender wären oder welche Therapieart normalerweise bei Bulimie am erfolgreichsten ist? Oder wäre eine Selbsthilfegruppe empfehlenswert, weiß allerdings gar nicht ob es das bei uns auch gibt (bin nicht aus Wien).
wäre dankbar für eure Meinung.

(INTAKT antwortet am 23.01.2012 um 21:10:04)

Lassen Sie es nicht zu, daß Sie Ihre Hoffnung verlieren, sondern nehmen Sie sich ernst, daß Sie dieses \'Binkerl\' der Krankheit wirklich ablegen wollen. Die Frage, welche Therapie bei Bulimie am erfolgreichsten ist, kann man nicht beantworten, da es vor allem auf das Vertrauen ankommt, das man zur/m TherapeutIn entwickelt, damit man wirklich das ansprechen kann, worum es einem wirklich geht. Dann ist auch wichtig, den Fokus darauf zu legen, was schon gelungen ist, was auch vor 5 Jahren schon hilfreich war, aber was man sich nicht lang genug gegönnt hat, um es wirklich im Alltag gut zu integrieren. Sprechen Sie Ihre Therapeutin darauf an, was Sie bewegt und was Sie noch mehr brauchen. Man braucht viel Geduld für den Genesungsprozess und Vertrauen und Zuversicht und eine liebevolle Haltung sich selbst gegenüber beim Dranbleiben an diesem Prozess. Sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, kann unterstützen, aber ersetzt den therapeutischen Prozess nicht! Fragen Sie Ihre Therapeutin, ob sie um eine Möglichkeit dieses Austausches weiß. Daß Sie wieder mit einer Therapie begonnen haben, spricht für Ihre Eigenverantwortung und für Ihren Wunsch, wieder gesund zu werden und das wird Ihnen auch gelingen! Alles Gute dafür!

weitere Fragestellung hinzuf�gen

Anmerkung: Aus Gründen der Sicherheit und um den Missbrauch des "intakt-Forums" zu verhindern, kann nur der- bzw. diejenige die Fragestellung erweitern, der/die auch die ursprüngliche Frage gestellt hat. Jedes Anliegen muss also mit einer neuen Fragestellung begonnen werden. Um die persönliche Fragestellung zu konkretisieren ist der zugewiesene Authentifizierungscode notwendig. Diesen erhalten Sie bei der erstmaligen Fragestellung. Jede Eintragung in das Forum bleibt anonym.