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Schulden wegen Bulimie!

(Anna fragte am 19.01.2012 um 18:21:17)

Hallo Liebes Intakt Team!

Ich bin seit 3 Jahren Essgestört, mal habe ich leichte Phasen mal schwere. Meine Phasen wechseln immer zwischen Hungern und Fress Brech anfällen und manchmal beidem zugleich. Das ich jeglichen Bezug für richtig Essen verloren habe weiß ich. Aber lassen kann ich es nicht. Meine schlimmste Phase hatte ich wohl zu beginn, damals habe ich mich auf einen BMI von 12 runtergehungert. In Bulimischen Phasen habe ich starke gewichtsschwankungen zwischen 3-4 kg am Tag! Derzeit ist mein Problem, das ich schon lange eine eher Bulimische Phase hab. Also ich esse nur Abends Tagsüber esse ich gar nichts und manchmal habe ich auch Tage wo ich es schaffe nichts zu essen dafür ist mein Fressanfall umso größer am nächsten Abend! Ich habe mich wegen dem schon in enorme schulden geraten. Da ich jeden Tag einkaufen gehe (weil ich nur das kaufe was ich auch wirklich esse um nicht nachts nochmal auf zu wachen) geht das gleich pro Tag in die 20-40 euro rechnung! Was schon ne Menge ist, weil ich nur 1200 verdiene. Am wochenende noch mehr, da sind es oft 4-5 solche anfälle am Tag.

Ich war noch nie in Therapie, da ich immer schon volljährig war seit ich die ES habe. Was ich auch nicht wirklich will. Klar ist es \"manchmal\" belastend. Aber ich kann mir kein Leben ohne vorstellen. Nur die schulden machen mir derzeit sehr zu schaffen. Haben sie irgendwelche Tipps quasi für mich, um mich nicht ganz soooooo tief in die schulden zu reiten?

Danke
glg Anna

(INTAKT antwortet am 23.01.2012 um 20:32:00)

Liebe Anna, zuerst wäre wichtig festzustellen, daß man auch volljährig Therapie machen darf!!!So wie Sie sich beschreiben, wäre es schon wichtig, Sie könnten Hilfe in Anspruch nehmen. Jetzt scheint für Sie grad so ein Punkt erreicht zu sein, wo Sie so nicht mehr weitermachen wollen und das ist meist ein guter Zeitpunkt, doch Therapie zu \'wollen\'! Ein Grundübel Ihrer Schulden ist sicher Ihr tägliches Einkaufen, aber auch Ihr völlig unregelmässiges Essen. Um da rauszukommen, braucht es regelmässige Mahlzeiten, denn zu lange Hungerzeiten pro Tag laden die Essanfälle förmlich ein. Es ist sehr verständlich, daß Sie sich momentan ein Leben ohne Essanfälle nicht vorstellen können, wo sie doch so zu Ihrem Tagesgeschehen dazugehören und wahrscheinlich eine wichtige Funktion der Lebensbewältigung haben. Doch in einer Therapie werden Sie unterstützt, andere brachliegende Ressourcen wieder zur Verfügung zu bekommen und \'gesündere\' Strategien zu entwickeln, um wieder ein selbstbestimmtes Leben zu führen zu können. Aus so einer belastenden Negativspirale kommt man nur durch eine klare Entscheidung für Veränderung heraus, einen sehr wichtigen Schritt haben Sie mit Ihrem Brief schon getan! Einmal die Woche Therapie kostet nur einen Bruchteil der wöchentlichen Ausgaben für Essanfälle und unterstützt den Veränderungsprozess! Nehmen Sie sich ernst in Ihrem Wunsch, von Ihren Schulden loszukommen und gehen Sie mutig die weiteren Schritte! Schreiben Sie wieder, wenn Sie noch weitere Fragen haben! Alles Gute!

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