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Selbstmordgedanken

(Laura fragte am 17.11.2011 um 20:49:53)

Guten Abend,
ich will hier mal eine frage stellen. Das fällt mir sehr schwer.

Also ich bin seit 5 Jahren Essgestört, mein Problem ist eigentlich einfach erklärt. Ich nehme immer mehr zu zur zeit, ich kann mich ncihtmehr übergeben und ich kann nicht mehr Hungern.
Nicht so wie früher zumindest.
Mein tiefster BMi war 11 derzeit bin ich auf 18!!!! 18 schon diese Zahl will ich nichtmal ausschreiben.
Ich habe versagt, ich kann nichts richtig machen.
Nur einmal will ich was beenden verdammt.
Einmal in was gut sein. Und das war mein Ding, das konnte ich immer ich war immer die Magersüchtige.
Ich will das wieder sein.
Nennt es Krank oder Verrückt. Mag sein, doch es war das beste was mir passiert ist. Die beste Zeit einfach alles war Perfekt damals.
Und jetzt?
Ich habe nichtsmehr, ich will zurück.....

Und das macht mir so zu schaffen das da diese Gedanken sind, die einfach nicht aufhören.
Ja ich habe diese Gedanken oft so stark das ich mir selbst nicht trauen kann. Alles wäre wieder besser wenn ich dünner wäre, konsequent wäre und meinen Fetten Arsch hoch bekommen würde.
Ich mache 6 Stunden Sport am Tag (auch beruflich) und es hilft nichts, ich esse Tagsüber gar nichts, das ist auch kein Problem. Vor anderen kann ich nicht essen das fällt mir auch sehr leicht. Aber wenn ich Nach hause komme dann ist alles vorbei. Ich kann dann nicht anders und verdammt ich hänge stundenlang vorm Klo und kann es nichtmehr. Ich weiß nicht wieso aber es klappt einfach nicht.

Ich habe so verdammt angst das es nicht aufhört, das ich immer fetter werde. Immer mehr und mehr zunehmen.
Ich will zurück.

Ich sterbe lieber als fett zu sein, ich sterbe lieber als noch mehr zuzunehmen. Ja verdammt ich sterbe lieber als noch länger in diesem Körper zu sein.

(INTAKT antwortet am 17.11.2011 um 22:05:32)

Liebe Laura!Ihr Brief drückt wirklich Ihre große Verzweiflung aus und Sie zeigen Mut, daß Sie das auch preisgeben! Im ersten Moment fragt man sich ja \"Wou, wie hat sie das geschafft, von 11 auf 18?\", jede/r TherapeutIn würde sich darüber freuen, zumal man vom medizinischen Aspekt her gesehen bei 18.5 die Magersucht überwunden hat. Aber für Sie scheint das leider nur bedrohlich zu sein, da Sie auch glauben, dadurch Ihre Identität verloren zu haben. Aus Ihrem Brief geht nicht hervor, ob es trotzdem schon eine Phase der Erleichterung gegeben hat, daß Sie viele lebensbedrohliche Lebensphasen überwinden konnten. Vielleicht macht sich Ihre Verzweiflung durch momentane schwierige Lebenssituationen so breit, daß Sie sich \"altvertraute, jedoch sehr kranke Verhaltensmuster\" herbeiwünschen. Vielleicht gab es auch schon Phasen, wo Ihnen regelmässiges Essen leichter gelungen ist und Sie konnten dadurch auch Ihr Gewicht halten, doch jetzt ist wieder etwas sehr entgleist. Die große Sorge, daß man immer dicker wird, ist leider sehr verbreitet, doch medizinisch ist erwiesen, daß bei regelmässigem Essen von drei Mahlzeiten/Tag sich der Körper auf ein sogenanntes \"setpoint Gewicht\" einpendelt, das ein sehr individuelles ist. Aus Ihrem Brief geht hervor, daß Sie anscheinend untertags überhaupt nichts essen und solches Verhalten hat dann natürlich zur Folge, daß es abends zu Essanfällen kommt, denn der Körper will alles nachholen, weiß er doch nicht, wann er wieder etwas bekommt. Das sind allerdings sehr, sehr belastende Situationen für Ihren Körper, aber vor allem für Ihre Seele.
Haben Sie in den letzten Jahren psychotherapeutische Unterstützung erfahren? Wenn ja, bitte nehmen Sie Kontakt mit jemandem Ihnen schon Vertrauten auf, um sich professionell helfen zu lassen. Auch wenn Sie vielleicht schon eine Therapie abgeschlossen haben, ist es wichtig, sich sogenannnte Ehrenrunden zu gönnen, um wieder Zugang zu hilfreichen Ressourcen zu finden. Sonst bitte suchen Sie entsprechende Unterstützung, Sie brauchen sie momentan dringend, um aus Ihren destruktiven Gedankenmustern herauszukommen. Bitten Sie Ihre Familie oder Freunde, Sie dabei zu unterstützen oder kommen Sie zu einem Beratungsgespräch zu uns, um gute Veränderungsmöglichkeiten zu finden. Sie waren mutig, bitte bleiben Sie es!!!

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