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Adipositas ---Fressattacken?!?!

(Anonym fragte am 26.02.2011 um 22:23:57)

Hallo!

Ich bin 20 und habe seit ich 11 bin stetig zugenommen und genauso lange Kreisen meine Gedanken ums essen und nicht essen. Ich wiege momentan 108 kilo/163 und bin mal wieder an dem Punkt angekommen an dem es einfach nicht mehr geht. Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder Diät gehalten, abegenommen nur um letzendlich eh wieder zuzunehmen. Allein im letzen Jahre habe ich 10 Kilo zugenommen.
Was aber viel schlimmer ist, ist dass ich immer an mein Gewicht, Essen, Abnehmen etc. denken muss. Ich glaube es gibt keinen Tag in den letzten 5 Jahren an dem ich nicht daran denken musste, mir überlegen was ich ändern kann,....
Ich habe vieles probiert, war 5 Jahre in Folge im Sommer auf einem Diätcamp, habe versucht deren Empfehlungen umzusetzen. Das habe ich allerdings nie wirklich lange durchgehalten- Dann habe ich mich eine Zeit lang selbst verletzt, habe versucht mich zu übergeben, zu hungern...nichts davon habe ich durchgehalten (..mit ist klar wie unglaublich blöd das klingt und ich froh sein kann, dass ich das nicht \"durchgehalten\" habe!)Ich war in diesen Situationen eben sehr verzeweifelt, und bin es immer noch...
Mein Essverhalten hat sich während der Jahre auch verändert, von unbewusst Ungesund, bewusst Gesund, gleichgültig bis hin zu den Fressattacken die ich heute habe. Ich will es mir nicht wirklich eingestehen, und schaffe es kurz nach den Fressattacken sie zu verdrängen,und mir einzureden dass es nicht so viel war,...obwohl ich genau weiß, dass ich gerade für 4 gegessen habe...

Ich schaffe es einfach nicht mit jemanden darüber zu reden, mir Hilfe zu suchen. Ich habe Angst davor, mich zu öffnen,plötzlich im Mittelpunkt zu stehen, missverstanden zu werden, oder dass jemand meine Probleme nicht als \"echte\" Probleme ansieht.
(Außerdem fühle ich mich wenn ich darüber rede als würde ich maßlos übertreiben, k.a. warum, es wirkt irgendwie schlimmer wenn ich darüber rede.?!?)

Ich weiß nicht was ich machen soll, ich hasse meinen Körper, mein Essverhalten, meine Gedanken...ich hasse mich dafür, dass ich das meinem Körper antue... und es nicht schaffe etwas zu ändern....irgendwie wird alles einfach nur schlimmer...

danke und lg

(INTAKT antwortet am 28.02.2011 um 16:33:19)

Hallo,
Ihr großer Leidensdruck ist sehr gut nachvollziehbar, umso mehr, da die Situation schon so lange andauert. Und doch ist Ihrem Schreiben zu entnehmen, dass es Ihnen immer wieder gelungen ist, etwas zu unternehmen, auch wenn die Maßnahmen nicht so lange wie gewünscht anhielten, hat es doch Erfolge/Teilerfolge gegeben. Das muss man auch anerkennen! Sie bevorzugen gesunde Nahrungsmittel, weil sie intuitiv spüren, dass es ihrem Körper damit besser geht und Sie schützen inzwischen Ihren Körper vor Selbstverletzungen. Doch Ihre Verzweiflung braucht einen geschützten Raum der Psychotherapie. Da geht es zwar wirklich nur um Sie, aber Schutz heißt eben auch, dass mit Ihren Ängsten, Ihren Befürchtungen, Ihrem Hass auf Ihren Körper und überhaupt allen Ihren Problemen achtsam umgegangen wird und Sie darin ernst genommen werden. Eine professionelle, therapeutische Unterstützung kann Ihnen dabei helfen, liebevoller mit sich selber umgehen zu lernen. Haben Sie Vertrauen, Zuversicht und Mut und nehmen Sie diese Unterstützung in Anspruch.
Schreiben Sie uns wieder, wenn Sie mehr Informationen brauchen, wo Sie diese Hilfe finden können.
Alles Gute!

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