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Mutter einer Magersüchtigen Tochter

(Gabriela fragte am 18.02.2011 um 08:54:59)

Liebes Intakt-Team,
ich möchte mich an Sie wenden, weil ich als Mutter anscheinend unbedingt hilfe brauche, da ich mit dieser situation kaum noch umgehen kann!hatte bereits einen Nervenzusammenbruch, war jetzt 1 Woche krank und habe massive Verspannungsbeschwerden!Die situation hat sich deshalb so zugespitzt, weil mich meine tochter als Mutter und Freundin sieht, das heisst ich kann mich gar nicht richtig verhalten, weil sie mich ununterbrochen mit sich hinunterzieht, und ich weiss nicht mehr wie ich mich verhalten soll, weil ich unser Vertrauen nicht zerstören will! jetzt ist es soweit, das wir kaum reden mit einander! ich bin alleinerziehende Mutter...ich habe noch einen Sohn mit 9Jahre, der vor 2Wochen auch versucht hat, einfach nichts mehr zu essen! Meine Tochter ist 18Jahre, und meiner Meinung nach schon sehr krank! Sie leistet zwar mehr als je zuvor, wie mit zwang, ist aber sichtlich bald am ende!ende? was bedeutet das Ende bei so einer krankheit? meine Tochter ist 1,55 und wiegt derzeit etwa 38,2kg!Meine Tochter besucht eine Therapheutin, die sie aber nervt, ein internist der sie mit infusionen/Vitamine unterstützt/ will sie auch nicht mehr!ich möchte hier nicht emontional werden, darum schreibe ich mehr eher oberflächlich(glaube ich)
LG

(INTAKT antwortet am 21.02.2011 um 13:49:54)

Liebe Gabriela,
aus Ihrem Schreiben lese ich heraus, dass Sie schon sehr lange eine schwierige Zeit durchleben. Als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern hat man wohl das Gefühl, mit all Problemen und Entscheidungen alleine dazustehen und das kostet viel Kraft. Um Ihren Kindern in ihrer Situation besser helfen und beistehen zu können, ist es ganz wichtig, auf sich zu schauen, sowohl körperlich, als auch psychisch. Es wäre gut, wenn Sie eine Beratung oder Psychotherapie in Anspruch nehmen könnten, um mehr Sicherheit in Ihrer Vorgehensweise zu finden.
Es gibt ein tiefes Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrer Tochter und das ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn Sie im Moment kaum miteinander reden. Sie haben selbst bemerkt, dass Sie nicht gleichzeitig Freundin und Mutter sein können und das ist wichtig zu realisieren. Diese Zerrissenheit belastet. Eine Mutter, die sehr klar sieht, Strukturen vorgibt und vorlebt, ist eine gute und wichtige Stütze für Ihr Kind, besonders auch für Ihren Sohn, der noch sehr jung ist und klare Vorgaben braucht. Es gibt eine gute Basis und Sie sind eine sehr fürsorgliche Mutter. Es scheint fast so, als ob das Thema Essstörungen die ganze Familie im Griff habe und es ist gut und wichtig, dass Ihre Tochter in Therapie ist. Ein gutes Verhältnis zur Therapeutin ist eine wichtige Voraussetzung. Manchmal können allerdings bestimmte Themen nerven, oder es stimmt die Chemie nicht wirklich, das wäre hilfreich abzuklären.
Gönnen Sie sich selber wirklich Unterstützung für diese schwierige Lebensphase! Das kommt dann allen zugute und stärkt und unterstützt Sie! Viel Kraft und alles Gute!

(INTAKT antwortet am 22.02.2011 um 15:25:26)

Liebe Gabriele,
schön, dass Sie darüber nachdenken, eine Therapie für sich in Anspruch zu nehmen. Ja, wir bieten in unserem Haus Beratung/Therapie für Angehörige an. Bitte vereinbaren Sie einen Termin für ein Erstgespräch – dieses kostet 50,-- €, mit unserem Büro (Tel: 01/22 88 770-0, Mo-Fr zwischen 9:00 und 17:00 Uhr).
Was wir Ihnen zusätzlich auch anbieten können: Einmal pro Monat – immer am 2. Mittwoch, veranstalten wir den intakt Eltern & Angehörigen Abend, der den Betroffenen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen, zu einem Thema mehr Information zu bekommen und sich untereinander auszutauschen. Der nächste Abend findet am 9. März 2011 um 19:00 Uhr in unserem Therapiezentrum statt und wir beschäftigen uns mit dem Thema „Raus aus dem Teufelskreis der Schuldzuweisungen“.
Bezüglich der Therapiekosten erfahren Sie alles Nähere dazu beim Erstgespräch oder bei der Anmeldung.
Alles Gute für Ihren Weg!

(Erweiterung der Fragestellung am 22.02.2011 um 07:46:30)

Vielen Dank, für Ihre nette Antwort!
Ich möchte sie noch fragen, ob sie für Angehörige Threpien anbieten, wenn ja was der Kostenpunkt wäre?
Danke
LG Gabriela

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