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Was jetzt?

(anja fragte am 18.11.2010 um 19:58:36)

Ich wende mich mal wieder an sie. zur zeit weiß ich einfach nicht wie es jetzt weitergehen soll...
Alles begann vor knapp 3 WochenIch war an einem Samstag nachmittag (nach Bulmie in der Nacht) mit einer Freundin Kaffee trinken, dann bin ich nach Hause und plötzlich war der Schalter wieder umgelegt. Ich musste essen, Hab dann gefressen und dazu glaub ich auch Alkohol. Jedenfalls dann ab auf die Toilette und Kampf...
plötzliuch begann ich zu heulen, mir wurde so schwindlig, ich hockte mich auf den Boden, kroch in mein Zimmer, bekam keine Luft mehr, nahm mein handy, verständigte meine Freunin, zitterte, weinte,ritzte, schluckte eine menge Abführmittel
Dann kam wohl irgendwann der Notarzt, ich war total verkrampft, hyperventilierte
Im krankenhaus war mir dann so übel, Essen ging wohl nicht ganz raus.
Bekam dann sofort eine Kaliuminfusion weil ich ziemlich starken Mangel hatte.
schlafen probiert, dauernd Schwestern die mich störten, Butabnehmen, Zucker messen, Infusion neu, Panik
Am nächsten Tag dann Abtransport in Nervenklinik, gespräch mit Arzt( Psychater.
Auflage: morgen melden bei der Oberärztin in der Nervenklinik, Psychater suchen, medikamente neu einstellen, was tun wegen der ES?

Bin dann nach Hause, aufräumen. Stricken, versuchen keine angst zu bekommen. Habe es geschafft ein Brötchen mit Schinken zu essen. Schlechtes gewissen.
Zunehmen darf doch nicht sein. Fühl mich doch so ekelhaft dick

nun jedenfalls nahm ich danach 2 Wochen lang kaliumpulver und bei der darauffolgenden Blutuntersuchung war alles okay.
nichts war okay... ich war/bin permanent müde, gereizt und antriebslos und häufig, leichtere, Panikattacken
Am 25.11 habe ich ein Erstgespräch bei einem Psychater. Unter anderem wegen der Angst und neuen Schlaftabletten (schlafe sehr schlecht zur Zeit).

ich begann zu Suchen wo ich hilfe finden kann und stieß auf die betreute WG, Kaya, in Linz.
Am 16.11. hatte ich dort ein Erstgespräch.
Dort habe ich alles erzählt, befunde vorgelegt. Obwohl mein BMI nicht zu niedrig ist für eine Aufnahme soll ich zuerst wieder stationär wo hin. Das will ich aber nicht mehr. ich will ja meine Arbeit nicht verlieren, außerdem die Wartezeiten betragen zwischen 4 und 8 Monaten (was tu ich währenddessen??), und was ist danach? nach einem stationären Aufenthalt hätte ich keine Arbeit und meine Wohnung auch nicht. müsste dann eine Zeit lang bei meinen Eltern leben was wohl nicht funktioniert.mein Arbeitgeber ist das Land Oberösterreich. Ob ich da viiel reden Kann????
Ich schreib ja auch grad meine Bachelorarbeit, meine Kinder und ich raufen uns grad zusammen.
ich würd so gern in die WG
Morgen geh ich mal zu einem neuen Arzt, der ist Allgemeinarzt und hat eine psychosomatische Zusatzausbildung.
Die Spezialistinen die es hier gäbe sind Wahlärztinen und verlangen für eine halbe Stunde 50 Euro, und da krieg ich nix zurück. Das kann ich mir nicht leisten.
Weiß nicht was tun..ambulant wen zu finden sit schwer und eventuell auch nicht ausreichend. Klinik ist wieder so abgeschirmt und halt weg von allem.
Andererseits weiß ich nicht wielange ich mit der ES, der Panik und allem noch weitermachen kann.
ach es ist so ärgerlich..jetzt wo ich bereit wäre, soviel Angst habe, nicht allein sein will (ich hab so angst, auch vor mir selbst denn selbst die Angst schafft es nicht dass ich mehr Essen kann).
ich weiß eigentlich grad gar nicht wie es weitergehen soll, was ich tun soll
Gehe ich wieder stationär wäre ich in Augen vieler menschen ein versager, in meinen auch, aber das ist noch das geringste übel

(INTAKT antwortet am 19.11.2010 um 10:33:52)

Liebe Anja, Sie sind auf keinen Fall ein Versager, wenn Sie noch einmal stationär gehen!!! Das, was Sie vor drei Wochen erlebt haben, muß letztlich ein großer Schock gewesen sein, der Ihnen gezeigt hat, wie verletzlich Sie sich momentan fühlen. Und das braucht geschützten Raum, um wieder ins Lot zu kommen! Es ist wichtig, sich das zuzugestehen, ohne sich dafür abzuwerten. So wie Sie es schreiben, scheinen Sie eine Option für die betreute Wg zu haben, die Auflage ist, daß Sie sich stabiler fühlen. Bitte gehen Sie diesen Weg, holen Sie sich alle Hilfe, die Sie dabei unterstützen kann. Es finden sich immer Wege, wenn man für den eigenen Gesundungsprozeß Verantwortung übernimmt. Es ist Ihnen sicher schon viel gelungen - mit Ihren Kindern, mit Ihrem Studium -das dürfen Sie sich auch anerkennen und das wird Sie unterstützen, weiterhin noch besser auf sich aufzupassen und wieder gesund zu werden. Sie scheinen ja sehr aktiv zu sein, um Hilfe zu bekommen, das wird Ihnen auch sicher gelingen! Alles alles Gute und auch viel Glück!!!

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