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Magersucht

(Christiane Mader fragte am 08.10.2010 um 13:31:28)

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich dachte bis jetzt, mit meinem Problem alleine fertig zu werden, schaffe es aber nicht. Ich habe derzeit nur mehr 32 kg bei einer Größe von 162 cm und bin 31 Jahre alt.
Ich bringe es einfach nicht über mich, wieder normal zu essen, obwohl ich mich schon richtig hässlich finde. Ich habe nur mehr die selben Sachen an, da mir neue Sachen nie an mir gefallen, ich gehe kaum aus und möchte am liebsten nur täglich meinen organisierten Tagesablauf haben.
Könnten Sie mir bitte mitteilen, wie ein stationärer Aufenthalt abläuft, ich fürchte mich nämlich wahnsinnig davor. Aber ich brauche Hilfe, ich möchte wieder normal sein!
Vielen Dank!

(INTAKT antwortet am 12.10.2010 um 11:01:30)

Liebe Christiane Mader, schön, daß Sie sich an uns wenden, das heißt, Sie wollen etwas verändern und brauchen dementsprechende Unterstützung. Was die stationäre Versorgung bei den Barmherzigen Schwestern anbelangt, kann ich Ihnen Unterlagen schicken. Viele fürchten sich vor so einem Prozeß, aber im nachhinein erleben es ganz viele als sehr hilfreich. Sie sind einmal aus ihrem System heraussen, erkennen viel und erleben die anderen als unterstützend, weil sie merken, mit ihrem Problemen nicht allein zu sein. Und die regelmässigen Mahlzeiten geben eine klare Struktur.
Sie sehen also, Sie sind nicht allein mit Ihrer Angst, und gut, daß Sie sie aussprechen, aber lassen Sie sich überraschen, was dadurch möglich werden kann, wenn sie diese überwinden!
Alles Gute für nächste Schritte!

KH der Barmherzigen Schwestern – stationärer Aufenthalt
Alle 8 Wochen ist ein Aufnahmetermin für die therapeutische Gruppe. Wartezeit 1-8 Wochen.
Akutaufnahmen nach telefonischer Absprache möglich.
1. Erstgespräch:
Die Indikation zur stationären Behandlung wird in einem ambulanten Erstgespräch festgestellt.
Telefonische Terminvereinbarung: Mo-FR 8-15 Uhr (01/599 88 – 3200).
Kostenlos mit Überweisungsschein der Krankenkasse.
Medizinische und psychologische Befunde mitnehmen.

2. stationäre Behandlung und Therapie:
Es gibt keinen Vertrag, der sich auf konkrete Aspekte der Essproblematik bezieht, aber einen generellen Behandlungsvertrag der verpflichtenden Teilnahme an allen Therapieeinheiten.
Die Behandlung erfolgt immer individuell und je nach Art der Essstörung spezifisch.

2 Möglichkeiten:
• 8wöchige stationäre Therapie (kombinierte internistische-psychotherapeutische Behandlung) in einer geschlossenen Gruppe mit max. 10 Patienten. Insgesamt erfolgen 96 Psychotherapiestunden, bestehend aus Gesprächsgruppentherapie, Konzentrative Therapie, Psychodrama, Maltherapie, Musiktherapie und Einzeltherapie.
• Kurzzeittherapie (FIPs: Fokussierte internistische Psychosomatik): medizinische Diagnostik und Therapie und fokussierende psychotherapeutische Gespräche. Dauer individuell 3-4 Wochen.

Angehörige können bei Bedarf in die Therapie miteinbezogen werden, nur auf Wunsch und in Anwesenheit des Patienten.
Es gelten die Besuchszeiten des Krankenhauses.
Ausgänge können in Anspruch genommen werden.
Es erfolgt:
- eine intensive medizinische Betreuung
- regelmäßiges , nicht angekündigtes Wiegen
- keine Begleitung auf die Toilette

3. Nachbetreuung:
Wöchentliche ambulante Gruppentherapie. Im Einzelfall auch Tagesklinik.

Kosten:
Die Krankenkassen bezahlen die stationäre Behandlung. Mit allen Zusatzversicherungen und Privatversicherungen besteht ein Abkommen. Für den Therapieaufenthalt wird der in den allgemein öffentlichen Krankenhäusern übliche Kostenbeitrag eingehoben. Sollten sie von der Rezeptgebühr befreit sein, entfällt der Betrag.

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