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2.fortsetzung :\"Wie geht es weiter?\"

(Kristina90 fragte am 20.09.2010 um 19:06:32)

Hallo!

Vielen Dank dass Sie mir immer so schnell und gut antworten! Also bin ich immer noch ein wenig \"magersüchtig\"?! Ich hab mal gelesen, dass es gar nicht so selten vorkommt, dass Magersüchtige plötzlich genau das Gegenteil sind, d.h. dass sie plötzlich viel zu viel essen. Als Begründung las ich, dass die Erkrankten nie normal sein wollen, sondern immer auf ihre Weise anders und dass sie immer auffallen wollen. Was sagen Sie dazu? Ich hab mich schon oft beim Einkaufen ertippt, dass mir immer die kleinsten Größen passen (32/43 (X)XS) und wenn sie mir nicht passt, was eigentlich nicht mehr vorkommt, dann kaufe ich es auch nicht. Heute hab ich zu Mittag Soja-Vollkorn-Spaghetti gekocht (bin Vegetarierin) und dazu ne Schüssel Salat, was ja eigentlich gesund wäre, aber leider hab ich von da an bis jetzt sehr sehr viel Süßes und Knabbergebäck gegessen....ich hoffe, dass wir morgen wieder anders, wenn ich arbeite.

Das Buch \"ich wär so gerne satt\" kenne ich und da ich ja nun in einem Buchladen arbeite, hab ich auch schon mal durchgeblättert und reingelesen. Hört sich gut an und ich werde es mir bestimmt kaufen. Aber ich will meiner Mama eig. nicht von den MS-gedanken und meinem wahren Gewicht erzählen, denn ich will ja nicht zunehmen und sie meint ja, dass ich so um die 48 kg habe (keiner würde vermuten, dass ich so zwischen 42 und 43 kg wiege). Als ich meine schlimmste Zeit hatte und nur 37 kg wog, dachte sie ich habe 45 kg...Ich glaube sie würde umfallen, wenn sie die Wahrheit wüsste...

Ich bin so dankbar, dass ich mit Ihnen schreiben darf und finde es schade, dass sie nicht in meiner Nähe sind!

Danke für alles!
Kristina

PS. glauben Sie, habe ich eine Chance, jemals wieder \"normal\" zu werden???

(INTAKT antwortet am 20.09.2010 um 19:31:49)

Ja, Sie haben eine Chance, wieder \"normal\" zu werden!!!Das ist ein Weg der kleinen Schritte und den gehen Sie bereits. Leider setzen Sie sich in Ihrer Familie noch nicht wirklich für sich selbst ein und es wäre an der Zeit, dies zu tun, denn Sie haben eine ernsthafte Erkrankung und diese sollten Sie Ihrer Familie offenlegen. Die Frage ist, wen Sie schonen wollen, sich oder Ihre Familie? Wahrscheinlich beides.
Nicht zunehmen wollen, ist ein Symptom Ihrer Krankheit und es gilt die Wurzeln davon zu erkunden und da wär es hilfreich, wenn Ihre Familie Sie unterstützen würde.
Vielleicht ist das Buch ein guter nächster Schritt für Sie und vielleicht ermöglicht es Ihnen, mutig für den Schritt zu sein, sich Ihrer Mutter ehrlich anzuvertrauen und auch ihr das Buch zum Lesen zu geben. Schreiben Sie auch wieder, aber dieses Schreiben kann Sie nur unterstützen in Ihrem \"Hilfesuchen und Hilfeannehmen Prozeß\", es kann keine Therapie ersetzen!!!Nochmals alles Liebe!

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