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zum beitrag\" verzweifelt.\"

(Anonym fragte am 20.09.2010 um 12:57:30)

danke, dass sie trotz dieses wirren verzweifelten eintrags geantwortet haben.

ich weiss nicht, was die Abkürzung SHG bedeutet?

Ich habe ja professionelle Unterstützung durch meinen Therapeuten, doch ist er im Moment ziemlich der einzige, mit dem ich tatsächlich reden kann und den ich auch regelmäßig sehe.

ich habe freunde, aber die sehe ich nur sehr selten, daran lässt sich auch kaum was ändern, weil sie alle sehr viel zu tun haben und zum teil entwickelt sich das auch sonst auseinander. ich .. weiss auch nicht, es ist einfach sehr schwierig und ich finde keinen halt während mein selbsthass wieder so stark wird. es würde mir auch nichts bringen, in eine klinik zu gehen oder so, das ist wieder nur \"aus dem leben gerissen\" sein und nur kurz ein bisschen sicherheit geben und ruhe. ich habe wieder so viele angstsymptome, darüber muss ich auf jeden fall reden, ih weiss gar nicht, wovor ich angst habe, es sind nur die symptome und das gefühl . und ich bin so gelähmt. dann ist nur noch das gefühl, ich will, muss mich \"wegmachen\" bestrafen, zerstören. ich halte es nicht mehr aus. mich nicht mehr aus. in der realität und im leben bleiben. ich verstehe mich selbst nicht wirklich. und weiss noch weniger, was ich machen soll. und kann, mit all der lähmung und so viel angst in mir.

jetzt habe ich wieder so viel geschrieben. es fällt mir leichter als reden. ich weiss nicht, eigentlich denke ich, ich darf das hier gar nicht, aber manchmal schaffe ich es nicht anders.
danke

(INTAKT antwortet am 20.09.2010 um 19:47:25)

SHG ist die Abkürzung für Selbsthilfegruppe, das könnte eine gute Möglichkeit für Sie sein, mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen, die Ähnliches erleben wie Sie. Ihr Therapeut ist Ihnen da sicher behilflich.
Eine große Frage nach Ihren letzten zwei verzweifelten Eintragungen ist, ob Sie auch psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen, denn in dieser intensiven therapeutischen Phase können Medikamente Erleichterung schaffen, das ist sicher wichtig!
Sie dürfen natürlich schreiben, denn für Sie ist das Schreiben wichtig und ist wahrscheinlich spannungsabbauend, unsere Hilfe kann sich nur auf unterstützende Antworten beschränken, mehr ist nicht möglich, aber vielleicht ist das auch genug. Alles Liebe!

(Erweiterung der Fragestellung am 26.09.2010 um 13:50:05)

vielen dank für die antwort. sie haben recht, das schreiben entlastet mich einfach ein bisschen und ich bin sehr froh, dass ich mir damit ein bisschen helfen kann. ihre antworten sind immer sehr einfühlsam und helfen mir oft wieder weiter. in meiner therapie kann ich versuchen, dran zu arbeiten. ich habe bereits medikamente. die sind jetzt au´ch endlich so, dass sie mir ganz gut helfen. mit der angst ist es besser geworden.
dafür habe ich wieder essanfälle, das belastet mich sehr,ich hab auch schon wieder zugenommen, dabei fühle ich mich ohnehin schon wieder ein bisschen zu dick und würde lieber wieder ein bisschen abnehmen. doch ich fühle mich trotz medikamenten wieder sehr angespannt und gleichzeitig kraft und antriebslos und war auch verkühlt, deswegen hab ich kaum bewegung gemacht. das hilft mir sonst sehr, mich wohler zu fühlen im körper und auch innerlich ausgeglichener zu werden. die essanfälle und gewichtszunahme halte ich ganz schwer aus, ich muss ständig dran denken, wie ich das wieder loswerden kann und halt es kaum aus, mich anzusehen. ich könnte jedesmal in tränen ausbrechen. zudem schäme ich mich deshalb so für mich und es fällt mir noch schwerer, rauszugehen. ich hab das gefühl, ich komme nie wirklihc zur ruhe, ich möchte versuchen, mirmehr ruhe zu gönnen, ich glaube, wenn ich niht mehr so unruhig undh angespannt bin, hören die essanfälle auch wieder auf. ich weiss nicht genau, woher die kommen, aber meistens sind es phasen, in denen es mir schlechter geht und ich innerlich sehr angespannt bin, doch gelingt es mir nicht, diese zu verhindern. ich bin währenddessen gar nicht \"da\", erst danach \"wache ich auf\" und fühl mich schrecklich. ich schaffe auch nicht so viel bewegung wie ich möchte, weil ich mich so gelähmt fühle und es schwer aushalte, diesen ekligen körper zu spüren. wie kann ich das wieder durchbrechen. wenn ich depressiv bin, nehme ich immer zu. ich will das nicht mehr. das letzte mal war ganz schlimm und ich will mich nie wieder so fühlen und auch nicht wieder so viel zunehmen.

(INTAKT antwortet am 27.09.2010 um 15:09:10)

Ihr Brief ist leider übersehen worden, weil er so weit unten gereiht war, daher erst heute eine Antwort.
Es ist wichtig, daß Sie in angespannten Situationen immer wieder besonders achtsam mit sich sind, im Hier und Jetzt bleiben, sich mit etwas ablenken, das Ihnen gut tut, ganz bewußt und liebevoll mit sich umgehen und der Scham keinen Raum geben, sondern sich eine besonders verständnisvolle Freundin sind. Sie haben inzwischen ja auch ein Spektrum an Entlastungsmöglichkeiten erarbeitet und es gelingt Ihnen auch immer wieder, das wichtigste ist nur, daß sie dann nicht Ihre größte Gegnerin werden, sondern mit sich kooperieren.
Das Hilfeichste gegen Essanfälle sind regelmässige Mahlzeiten, auch wenn einmal ein Essanfall passiert, sollen die Mahlzeiten trotzdem eingehalten werden. Hilfreich wäre auch, wenn Sie sich einmal erlauben, nicht pausenlos ans Gewicht zu denken, sondern vertrauen lernen, daß bei geregeltem Essen sich das Gewicht letztlich einpendelt.
Schritt für Schritt wird es Ihnen wieder besser gehen, vertrauen Sie darauf! Alles Gute!

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