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Wie geht es weiter?

(Kristina90 fragte am 15.09.2010 um 22:17:51)

Guten Tag!

Ich hab schon mal hier im Forum eine Frage verfasst (Titel:Endet es nie?) und würde mich gerne nochmals an Sie wenden, denn Ihre Antwort war sehr hilfreich und einfühlsam. Momentan wiege ich so um die 42 kg bei 1,63 m und habe meine ES so halbwegs im Griff. Ich habe letztes Jahr ein Studium angefangen, dass überhaupt nichts für mich war und hab dieses vor ein paar Wochen nun auch beendet. Diätologin wäre mein Traumstudium gewesen, doch leider wurde ich nicht aufgenommen, was mich immer noch traurig macht, denn dieses Studium gibt es bei mir in der Nähe nur alle 3 Jahre. Seit August habe ich nun eine fixe Arbeit, die mir so mittelmäßig gefällt. Zu meinem Essverhalten: In letzter Zeit hat sich eingependelt, dass ich in der früh 1 Vollkornbrot esse, in der Mittagspause 1-2 Äpfel (je nach Größe), ein paar Zwetschken, 1-2 Weckerl und dann leider einiges Süßes wie z.b. heute 2 Knoppers, 1 Balisto, 1 Milka Wafferl (30 g) und 10 Schokokekse und abends esse ich dann meistens 1 gemischten Salat, öfters mal mit Bohnen um Eiweiß aufzunehmen. Ich hab mir vorgenommen, mir Süßes nicht mehr zu verbieten, sondern ich bin darauf gekommen, dass ich es bracuhe, vor allem weil ich auch in der Arbeit den ganzen TAg stehe und auch öfters mal Kisten schleppen muss und da Energie brauche. Jetzt ist dieser Essensplan wie ich Ihnen geschildert habe fast Routine und ich hab auch kein schlechtes Gewissen, sondern ich freue mich darauf und kann es auch genießen. Ich bin ja schon etwas froh, denn es gab vor ein paar Wochen mal Phasen, wo ich während dem Arbeiten FAs hatte und ständig am Essen war. Mittlerweile schaffe ich es das Süße \"nur\" in der Mittagspause zu essen. Ich habe dadurch auch nicht zugenommen, was mich selbst auch ein wenig wundert. heute wog ich 41,5 kg und dass obwohl ich jeden Tag mind. 200-250 g Süßes wie Kekse, Schoko, Wafferl,...etc. esse. Ist das normal? ich ahb leider auch nciht mehr viel Zeit für Sport, denn ich arbeite immer bis 18 uhr und fahre dann so um die 30 minuten mit dem rad oder gehe zu Fuß und in der Pause dazwischen gehe ich meistens so um die 20 minuten spazieren. natürlich bin ich froh, dass ich durchs Süße nicht zunehme, denn ich weiß nicht, wie ich auf eine Zunahme reagieren würde. Was sagen Sie zu meiner Situation? Wäre über eine Einschätzung mehr als dankbar!!!!!

lg Kristina

(INTAKT antwortet am 16.09.2010 um 17:50:47)

Ja, was soll ich da sagen, liebe Kristina?! Schön, daß Sie wieder geschrieben haben!
Gut, daß es Ihnen inzwischen schon möglich ist, daß Sie regelmässige Mahlzeiten einnehmen, daß Sie sich auch Süßes gönnen und dadurch belastende Essanfälle nicht mehr auftreten müssen.
Fein, daß Sie Arbeit gefunden haben, die ja als Überbrückung anzusehen ist, die Sie allerdings körperlich doch recht beansprucht!
DENN Sie haben seit unseren letzten Briefen rund 3 1/2 kg abgenommen und das ist sehr bedenklich. Auch ist die Ausgewogenheit in Ihrem Essen nicht wirklich gegeben und letztlich ist es zu wenig, was Sie so im Laufe des Tages zu sich nehmen. Vor allem der Salat am Abend ist unausreichend. Aber wahrscheinlich war grad diese strenge Einteilung und dieses sich Konzentrieren auf nur Weniges, aber regelmässig ein erster möglicher Schritt der Umstellung für Sie und dafür gebührt Ihnen auch Anerkennung!!!!
JEDOCH ist es notwendig, daß Sie auf mehr Abwechslung in Ihrem Essen achten, a la longe MEHR essen und vor allem auch eine warme Mahlzeit pro Tag einnehmen. Am besten abends gekochtes Gemüse - Rohes verträgt der Körper abends schlecht - oder eine gute Suppe.
Es wäre Ihnen so zu wünschen, daß Sie wieder an der Vielfalt der Möglichkeiten teilhaben können, Neues geschmacklich ausprobieren, einen Gusto für bestimmte Sachen wieder ausleben dürfen und dem ES immer weniger Raum des sich Einmischens geben.
Nach wie vor, vor allem mit dem noch niedrigeren Gewicht, ist es wichtig, daß Sie kompetente Hilfe (medizinisch und psychotherapeutisch)in Anspruch nehmen, die Sie regelmässig unterstützt auf Ihrem Weg zurück zu einem gesunden, ausgewogenen, selbstverständlichen Essverhalten. Es geht um Ihre Gesundheit, um Ihre Lebensfreude, um Ihr sich Stärken für Ihren Ausbildungsweg. Mit therapeutischer Unterstützung können sich auch Möglichkeiten auftun, von denen Sie jetzt vielleicht noch nichts ahnen oder die Sie gar nicht in Erwägung ziehen können, weil Sie von Ihrer Krankheit so eingeschränkt sind!
Schreiben sie wieder, wenn Sie noch Fragen haben und seien Sie mutig im Hilfe suchen!!!Alles Gute!

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