intakt Forum

zurück zur Übersicht

fressanfälle nach magersucht

(Anonym fragte am 15.03.2010 um 20:10:10)

hallo,

ich litt bis vor einem Jahr zwei jahre an magersucht (bin 16 jahre alt). damals wog ich bei einer körpergröße von 1,71m 46kg. Anfangs war ich in einer psychotherapie, habe diese aber abgebrochen, weil ich zu dieser zeit ins krankenhaus musste und sehr schlechte erfahrungen mit ärzten gemacht habe(ich war aufgrund einer anderen krankheit im kh, die ärzte haben mich aber immer verurteilt und \"niedergemacht\" haben).

ich weiß, dass es \"normal\" ist, fressanfälle nach einer magersucht zu haben, sich das aber (meist) wieder legt. nun wiege ich alledings 72kg und ich habe eigentlich fast täglich fressanfälle, kann mich nur selten beherrschen und nehme immer weiter zu, auch wenn ich sehr oft 1h stunde laufen gehe.
ich esse ungern vor anderen menschen, besonders in der schule nicht und fühle mich einfach scheußlich und immer übersättigt, wenn ich daheim bin und alles in mich hineinschiebe, was ich finde.

ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll, ich würde gerne wieder etwas abnehmen, doch es ist leider das gegenteil der fall...
außerdem habe ich eigentlich keine freunde und wenn es mir schlecht geht, höre ich nur, dass ich weniger essen soll und kontrollierter sein soll. Was soll ich bloß tun?

(INTAKT antwortet am 18.03.2010 um 16:59:30)

Daß Du - darf ich Du sagen - keine Freunde hast, ist eine traurige Sache. Die Frage ist da, ob Du wahrscheinlich schon welche hättest, Du Dich aber aufgrund Deiner Probleme von ihnen zurückgezogen hast. Das passiert nämlich oft und dadurch fühlt man sich immer mehr alleingelassen, unverstanden und einsam. Aber vielleicht würde sich manch eine oder einer freuen, mit Dir wieder mehr Kontakt zu haben und vielleicht bekommst Du doch auch immer wieder Signale, die Du in Deiner Zurückgezogenheit nicht bemerkst. Überlege einmal, mit wem Du dich am liebesten wieder einmal treffen oder etwas unternehmen willst und sei mutig und geh auf sie oder ihn zu.
Was Deine Familie anbelangt, wer könnte Dir da am ehesten aus Deiner Isolation helfen, denn weniger essen und kontrollierter sein ist leichter gesagt als getan. Gäbe es nicht auch noch die Möglichkeit, Dich wieder mit Deiner Therapeutin zu treffen? Ihr habt Eure gemeinsame Arbeit durch den Krankenhausaufenthalt unterbrochen, es wäre sicher sehr hilfreich für Dich, wenn Ihr miteinander weiterarbeiten könntet. Damit Du andere Strategien entwickeln lernst mit Problemen umzugehen als durch Esssanfälle und damit Du wieder zu Deiner Lebensfreude findest. Vertrau Dich Deinen Eltern an, damit Ihr gemeinsam einen guten Weg für Dich findet. Alles, alles Gute!

weitere Fragestellung hinzuf�gen

Anmerkung: Aus Gründen der Sicherheit und um den Missbrauch des "intakt-Forums" zu verhindern, kann nur der- bzw. diejenige die Fragestellung erweitern, der/die auch die ursprüngliche Frage gestellt hat. Jedes Anliegen muss also mit einer neuen Fragestellung begonnen werden. Um die persönliche Fragestellung zu konkretisieren ist der zugewiesene Authentifizierungscode notwendig. Diesen erhalten Sie bei der erstmaligen Fragestellung. Jede Eintragung in das Forum bleibt anonym.