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eine Art Esssucht?

(Anonym fragte am 27.01.2010 um 21:42:47)

Hallo!
Vor einem Jahr habe ich durch diszipliniertes Essen und mehr Bewegung es endlich geschafft ein paar Kilo (ich schätze so um die vier) abgenommen. Bis vor kurzem konnte ich mein Gewicht einigermaßen und ohne gröbere Anstrengungen halten, aber momentan wird es ein immer größeres Problem...
Ich stopfe wie irre unglaubliche Mengen (!) an Essen in mich hinein und mittlerweile wird mir nicht einmal mehr schlecht davon. Ich habe das Gefühl, dass sich mein Magen bereits ausgeweitet hat, denn egal wie viel ich esse, sobald ich eine Fressattacke habe, kann ich beinahe endlos essen (eig fressen). Irgendwann bekomme ich dann manchmal Bauchschmerzen, aber das Bedürfnis weiter Nahrung in mich zu stopfen, bleibt. Oft habe ich mehrere Male am Tag solche Anfälle. Meistens folgen dann einige solche Tage, dann kommt wieder eine Phase in der ich gut und gerne verzichten kann.
Ich fühle mich so unwohl, habe schon einiges zugelegt und dazu kommt auch noch, dass es eine große Belastung für meinen Körper und meinen Geist ist.
Mir ist klar, dass viele, wenn nicht sogar der Großteil der Jugend zu einem komischen Essverhalten neigt, jedoch haben die \"Vorkommnisse\", die mir von Freundinnen beschrieben werden, nicht einmal annähernd die Ausmaße meiner. Es kommt mir vor wie eine richtige Sucht und ich möchte etwas dagegen tun.
Haben Sie Ideen wie ich mein Problem in den Griff bekommen könnte?

(INTAKT antwortet am 01.02.2010 um 16:42:14)

Hallo, nach dem Lesen Ihres Briefes frage ich mich, was sich in Ihrem Leben in letzter Zeit ( ...bis vor kurzem konnte ich ...) verändert hat, was Sie belastet, womit Sie nicht recht fertig werden und daher das Essen als Ventil brauchen. Oft führen ja solche Essanfälle zu sehr einseitigem Essen, die Gefahr besteht, daß man als Kompensation Mahlzeiten ausläßt, wodurch man neue Heißhungerattacken einlädt. Also wäre ein erster Schritt, darauf zu achten, trotzdem regelmässige Essenszeiten einzuhalten und zwischen den Mahlzeiten ca. 4 Stunden verstreichen zu lassen.
Auf der anderen Seite ist die Frage, ob Sie es sich gönnen können, in einer Therapie der Dynamik, die sich hinter Ihren Essanfällen versteckt, auf die Spur zu kommen. Dadurch kann es Ihnen möglich werden, andere Strategien zu entwickeln, die Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlergehen entgegenkommen.
Sie wissen, daß es Ihnen schon einmal gelungen ist, gut auf sich zu schauen, dort werden Sie auch sicher wieder hinkommen. Wichtig ist, daß Sie liebevoll, achtsam und nachsichtig wieder mit sich umgehen, denn die Essanfälle führen oft dazu, daß man sich über alle Maßen abwertet und dabei alles vergißt, was einem gut tut.
Bitte melden Sie sich wieder, wenn Sie noch weitere Fragen haben. Alles alles Gute!

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