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schon wieder noch immer vielleicht immer wieder

(Anonym fragte am 05.01.2010 um 17:52:55)

hallo. ich muss hier schon wieder mal schreiben. mir gehts nicht gut. ich fühle mich total allein, und alle meine verlustängste melden sich mal wieder heftig und das ist immer wieder so, egal wie sehr ich weiss, dass ich nicht allein bin und auch nicht alleingelassen werde. ich hab umstellungsschwierigkeiten, auch das kenne ich von mir, wenn ich bei freunden oder so war und dann bin ich wieder allein. ich fühl mich da immer wieder so hilflos und verzweifelt wie ein kleines kind. und alles in mir scheint in letzter zeit kind zu sein.nur keine erwachsene, wie es eigentlich passend wäre. fühl mich so verloren und alleine mit allem. selbst wenn kontakte da sind und nicht viel zeit dazwischen liegt. so verdammt viel angst vor allem. weil ich so wenig hinkriege. und die therapie jetzt 3 wochen fehlt.je länger das dauert, desto schwieriger wird es und ich komm damit nicht zurecht. ich fühl mich verzweifelt und total antriebslos. ich schaff das einfach nicht, diese verlassenheitsgefühle und die angst in den griff zu kriegen. vor allem hab ich angst. und die kraft reicht am tag nur für ein paar stunden. noch mehr angst. jedes mal. das nervt mich auch. weil ich ja weiss, dass das alles keine reale grundlage hat. und trotzdem ist es so schlimm im gefühl. scheinbar kann ich mich immer noch nicht gut genug um mich selber kümmern, sonst wär das wohl nicht so ein problem. immer wieder. immer noch. ein teil von mir will immer nur weinen, und es geht trotzdem nie. was tun, wenn aushalten scheinbar nicht klappt und jede kleinigkeit im alltag schwierigkeiten macht. essen läuft chaotisch. das körpergefühl ist ganz eklig und ich halt das nicht aus ohne alles wegzudrängen oder sachen einfach nicht zu machen, weil ichs nicht aushalte. reden geht kaum. wenn dann nur schreiben. dabei will ich nur um hilfe schreien und mich mitteilen. und krieg es nur in so verzweifelten worten aus mir heraus.

(INTAKT antwortet am 06.01.2010 um 14:50:55)

Gut, daß Sie schreiben, denn das Schreiben scheint für Sie ein hilfreiches Ventil zu sein. Seien Sie nachsichtig mit sich, wenn Sie in der Ferien- und Umstellungszeit aus Ihrem gewohnten besser bewältigbaren Rythmus herausgekommen sind. Es ist sehr verständlich, daß so eine Phase für Sie sehr schwierig ist, und daß Ihnen das Alleinsein dann umso mehr zu schaffen macht. Versuchen Sie trotzdem, sich was Gutes zu tun, Ihre Lieblingsmusik zu hören, ein Buch zu lesen, etwas zu zeichnen oder sich vielleicht nur vorzustellen, sie lägen am Strand, das Meer rauscht und die Sonne verwöhnt Sie mit Ihren warmen Strahlen. Vielleicht erinnern Sie sich auch, welche hilfreiche Ablenkungen Sie in Ihrer Therapie schon erarbeitet haben. Und seien Sie sich Ihre beste Freundin, geduldig, haltend - sicher haben Sie ein Kuscheltier -, liebevoll und besonders achtsam, Sie mit sich. Und vielleicht geht es Ihnen ja auch heute schon besser, weil Sie sich vielleicht auch über den Schnee freuen....Alles Liebe!

(INTAKT antwortet am 08.01.2010 um 09:57:21)

Die Fähigkeit des Schreibens, ihren Gefühlen dadurch Ausdruck zu geben, ist Ihnen keinesfalls abhanden gekommen. Es ist schön zu lesen, welche Ressourcen in Ihnen stecken, die Sie auch sicher wieder aktivieren können, Schritt für Schritt, da darf man nicht zuviel auf einmal wollen. Nähren Sie die Sehnsucht nach dem Schönen in Ihnen, erlauben Sie sich, Vertrauen, Zuversicht und Mut immer wieder den Vorrang zu geben. Angst begleitet uns alle, mehr oder weniger, es ist wichtig, daß auch sie ihren Platz hat, aber einen angemessenen! Docken Sie sich an Ihre Kraft an, sei sie noch so klein an manchen Tagen, denn es gibt sie und das wissen sie! Das Licht ist immer stärker als die Dunkelheit! Alles Gute!

(Erweiterung der Fragestellung am 07.01.2010 um 13:22:17)

vielen dank für ihre antwort. es hilft mir wirklich sehr, wenn ich schreiben kann. ich glaube ich habe mich wieder ein bisschen gefangen. habe auch einige fixpunkte schaffen können für die nächsten tage. das hilft. die angst ist besser geworden, jedenfalls die , dass mir was schlimmes passieren könnte und jd mir was tut. die hab ich von meiner mutter mitgenommen, glaub ich.
es belastet mich sehr, dass ich so lange schon nichts leiste, nicht arbeite, nicht fertig studieren kann. noch nicht einmal für die kreativen dinge reicht meine kraft, obwohl mir das früher einmal so viel gegeben hat. ich hab angst, dass das nie mehr geht. dass es zu sehr verkümmert ist. ich habe auch das gefühl, dass ich nicht mehr so gut schreiben kann wie früher. die worte stimmen nicht. sie drücken nicht aus, was ich wirklich fühle. ich finde die worte nicht mehr. das macht mir große angstund ich bin so traurig. ich hab so viel verloren in den ganzen jahren. und ich weiss nicht, ob ich es wieder finden kann. so viel. es fehlt mir so viel, was wichtig ist.war.ist. ich versuche immer wieder, mich für die zuversicht zu entscheiden. aber es fällt mir schwer, den mut zu finden und das vertrauen vor allen dingen. was, wenn alles weg ist . als wäre ich nicht mehr da, nur noch ein leeres, wackliges konstrukt. wie lange kann es dauern, bis man wieder kraft gesammelt hat. mache ich was falsch, wenn ich der erschöpfung nachgebe undnicht dochwiede r vesrsuche, zu lesen, zu schreiben, zu arbeiten, zu malen.. usw. ich weiss nicht. ich bin so leer. was ist richtig? und was nicht. woher kommt die kraft? ich weiss es nicht. ichhab angst, dass ich den falschen gefühlen nachgebe und damit wieder alles nur schlimmer wird. schon wieder so viel angst. ich weiss nicht, was jetzt dran ist. was jetzt gut für mich ist. wie kann ihc das herausfinden?

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