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Klinikaufenthalt

(Gina fragte am 10.12.2009 um 18:16:41)

Hallo!

Seit einem halben Jahr leide ich aufgrund einer wieder ausgebrochenen Neurodermitis an Depressionen und Angtszuständen. Ich mag so einfach nicht mehr unter die Menschen gehen. Weiß im Moment auch nicht, wie ich mein Leben weiter leben soll oder ob ich es überhaupt kann.
Ich bin in Betreuung und nehme auch Medikament, allerdings helfen die nur in geringem Maß. Jetzt habe ich überlegt, doch vielleicht einmal stationär in eine Klinik zu gehen. Aber ich habe Angst davor, denn dort muß ich mit mehr Menschen zusammen sein, als hier zu Hause, wo ich mich gut einigeln kann.
Was soll ich tun, vor allem, ich nehme ja auch meine Neurodermitis mit und mit der mag ich schon gar nicht unter Menschen !
Klingt jetzt alles sehr wirr, aber ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll. Ich hab sogar versucht, mich umzubringen, weil ich mein Leben für sinnlos halte.
Ich bin einfach mit meiner Weisheit und vor allem mit meiner Lebensfreude am Ende.

(INTAKT antwortet am 11.12.2009 um 11:40:34)

Liebe Gina,

aus Ihrem Brief ist zu entnehmen, dass Sie sich gerade in einer schwierigen Lebensphase befinden.
Neurodermitis ist sicherlich eine sehr belastende Krankheit, und es ist verständlich, dass Sie Scheu haben, sich damit den anderen zu zeigen. Und vielleicht ist das auch eine Art Schutz für Sie, der zuerst einmal als solcher anerkannt und angenommen werden muß. Trotzdem sind Sie MEHR als diese Krankheit, und wollen und brauchen auch den Kontakt mit anderen Menschen. Sie schreiben, Sie sind in Betreuung (hoffentlich nicht nur medizinisch, sondern auch psychotherapeutisch) - das ist wichtig - und überlegen, stationär in eine Klinik zu gehen. Besprechen Sie das gut mit Ihrer PsychotherapeutIn, haben Sie den Mut diesen Schritt zu machen, und Sie werden dort Menschen begegnen, die ähnliche Sorgen und Ängste haben. Sie werden neue Impulse durch dieses Miteinandersein in einem geschützten Rahmen erfahren.
Dass Sie diesen Brief an uns schreiben, zeigt, dass Sie mutig sind und auch neue Schritte wagen, und anders wieder Verantwortung für Ihr Leben übernehmen. Die Sehnsucht nach Lebensfreude wird Sie unterstützen, die für Sie richtigen, weiteren Schritte zu tun, um die Hilfe zu bekommen, die Sie in dieser Lebensphase brauchen. Schreiben Sie uns, wenn Sie noch mehr Information und Unterstützung brauchen, und lassen Sie uns wissen, welche nächsten Schritte Sie mit Ihrer Betreuung planen.

Alles, alles Gute bis dahin!

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