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leide ich unter einer essstörung?

(hanna fragte am 21.07.2009 um 10:42:54)

schönen guten tag,

ich bin mitte zwanzig und kämpfe seit meiner pubertät mit meinem gewicht/meiner figur (etliche diäten, sport)...obwohl ich eher normalgewichtig bin (BMI = 22), bin ich ständig unzufrieden mit meinem körper (und meinem aussehen!). auch meine gedanken kreisen ständig ums essen (darf ich das noch essen?; sind das nicht zuviele kalorien?....).
oft kann ich aber nicht konsequent sein und esse dann sehr große mengen; an manchen tagen nehme ich kaum nahrung zu mir (einen apfel und eine scheibe brot!)...
...obwohl ich kein bulimisches oder anorektisches Verhalten zeige, frage ich mich doch, ob ich an einer essstörung leide(da sich seit jahren alles ums essen und abnehmen dreht und dieses thema immer in meinem kopf präsent erscheint; ständige unzufriedenheit mit mir und meinem aussehen)...

...vielen dank im voraus, hanna

(INTAKT antwortet am 21.07.2009 um 21:32:26)

Liebe Hanna, so wie Sie sich beschreiben, scheint Sie das Thema Essen sehr zu belasten und es hat an Selbstverständlichkeit verloren. Doch es scheint auch, daß Sie sich recht quälen, was das Essen anbelangt und darüber Ihre Unzufriedenheit mit sich ausdrücken. Vielleicht hat es auch einen Vorteil, sich ständig Gedanken übers Essen zu machen, worüber brauchen Sie sich dann kein Gedanken machen? Oder umgekehrt gefragt, wofür hätten Sie wieder mehr Zeit, wenn nicht soviel fürs Essen \"vergeudet\" wird.
Wichtig ist es, regelmässige Mahlzeiten einzuhalten, auch wenn man einmal über die Stränge geschlagen hat. Und sich immer wieder die Frage zu stellen \"Worauf hab ich heut Gusto?\" oder \"Was tät mir heut gut?\" oder \"Was möcht ich heut neu ausprobieren?\" oder \"Was kann ich mir heute Gutes tun, ein warmes Supperl vielleicht\" also weg vom Verbieten hin zum Berdürfniserkunden. Das mag anfangs schwierig sein, doch kann es Ihnen den Weg zur Vielfalt, auch zu Ihrer inneren Vielfalt neu ebnen.
Vielleicht gelingt es Ihnen auch, sich auch zu fragen, was Sie an sich mögen, was sie so alles schaffen, was Ihnen auch schon alles gelungen ist, also das Augenmerk darauf legen, was gut ist, wie es ist.
Wenn Ihnen das sehr schwer fällt, bitten Sie doch Freunde oder Ihre Familie, Sie dabei zu unterstützen, muten Sie sich anderen zu im Erforschen von dem, was wichtig ist für Ihren Selbstwert, ihre Vorzüge, Ihre Fähigkeiten. Entdecken Sie sich neu, wie Sie vielleicht eine neue Freundin kennenlernen würden.
Das ist eine Möglichkeit, wie Sie aus eingefahrenen belastenden Bahnen ausscheren können, um wieder mehr Lebensfreude und Lebensgenuß möglich zu machen. Alles Gute beim Erkunden!

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