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Krank trotz therapie

(Sternschnuppe, 23 fragte am 26.05.2009 um 16:33:20)

Liebes Intakt-Team,

Ich bin nun seit mehr als einem Jahr in Psychotherapie wegen meiner Essstörung(Mischform). Ich hab zu Beginn der Therapie v.a. unter Bulimie gelitten, mein Gewicht war aber absolut im normalen Bereich 62kg bei 1,64. Ich habe im Laufe der Therapie auf jetzt 56 kg abgenommen, habe mich so wohler gefühlt und die Brechattacken sind ebenfalls viel besser geworden. Allerdings habe ich seither die Tendenz ins andere Extrem und eine riesige Angst davor, dass ich da reinschlittere!!! Außerdem hatte ich heute den größten Ess-/Brechrückfall seit Langem...
Ist es normal, dass es innerhalb der Therapie schlechter wird? Was kann ich außerhalb der Therapie noch für mich tun?(ich möchte das alles so gern hinter mir lassen!!!!)
Ich möchte noch dazu sagen, dass ich mich bei meiner Psychotherapeutin sehr wohl fühle und sie für sehr kompetent halte!

Viele Grüße und Danke im Voraus für die Antwort!

(INTAKT antwortet am 27.05.2009 um 11:26:52)

Liebe Sternschnuppe, danke für Ihren Brief und daß Sie den Mut haben, Sorgen auszusprechen! Sicher werden Sie diese Ängste auch mit Ihrer Therapeutin besprechen! Aus unserer Sicht kommt es während einer Therapie immer wieder zu Phasen, wo man das Gefühl hat, man geht mehr zurück als nach vor oder man dreht "Ehrenrunden". Grad nach einem Jahr geht es dann darum, daß man eine "Schicht" tiefer in der Aufarbeitung ist, und das macht vielleicht Angst und man greift auf "vertraute Mechanismen" zurück. wichtig ist es dann, nicht allzu streng mit sich zu sein, aber doch wachsam, so wie Sie es sind! Muten Sie sich Ihrer Therapeutin mit all Ihren Ängsten und Befürchtungen zu und sie werden in Ihrem gemeinsamen Prozeß Parallelen zu Ihrem Entwicklungsprozeß finden, an denen man gut arbeiten kann, wenn Neues bewußt wird.
Was Sie außerhalb der Therapie noch für sich tun können?! Alles, was Ihnen gut tut, was Ihre Lebensfreude nährt, was Sie sich vielleicht schon lang nicht mehr "erlaubt" haben, was Sie vielleicht immer schon tun wollten, aber sich nie die Zeit dafür genommen haben....und ohne Druck, nur mit Neugier oder Vorfreude oder Genuß und Lust....Und das wird Ihnen gelingen, denn Sie wollen das Vergangene ja hinter sich lassen!Alles Gute für Ihren Prozeß!

(Erweiterung der Fragestellung am 30.09.2009 um 21:32:13)

Liebes Intakt-Team,

Ich bin jetzt zwar ca. 1,5 Jahre in Therapie wegen meiner Bulimarexie, allerdings habe ich seit einigen Monaten wieder zahlreiche Rückfälle.
Ich würde gerne zusätzlich zur Überbrückung/Stabilisierung medikamentöse Hilfe in Anspruch nehmen. Können Sie mir weiterhelfen, welche Medikamente empfehlenswert sind bzw. eine Informationsseite angeben?

Vielen Dank im Voraus!

(INTAKT antwortet am 16.10.2009 um 19:03:35)

Liebe Sternschnuppe, es tut mir leid, ich hab Ihren Brief erst jetzt entdeckt, tut mir sehr leid! Ihren Wunsch können wir nicht erfüllen, denn eine medikamentöse Behandlung erfordert natürlich in jedem Fall eine persönliche fachärztliche Betreuung durch eine(n)PsychiaterIn. Sollten Sie in Wien wohnen, können Sie gerne einen Termin mit unserer Psychiaterin über das Büro vereinbaren, Dr. Malek hat viel Erfahrung im Essstörungsbereich.
Alles Gute!

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