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Schwere Situation

(Leni fragte am 12.03.2009 um 14:54:38)

Hallo

Vorweg möchte ich schon mal sagen das ist wirklich toll das man hier online beratung findet weil ich lieber über probleme schreibe als rede!

Also ich fange dan mal an. Als ich 13 war haben sich meine Eltern scheiden lassen weil mein Vater meine Mutter lange zeit (über jahre)betrogen hat und jetzt bin ich 18 und obwohl ich eig nicht mit meinem vater zutun haben möchte bin ich mehr oder weniger gezwungen mit ihm kontakt zu halten und damit hatte ich mich ja schon soweit abgefunden aber jetzt hat er mit der frau mit der er unsere Familie zerstört hat ein kind bekommen und mich macht das total fertig. So fertig das ich angefangen habe abzunehmen viel abzunehmen habe in 1 monat 8kg abgenommen wiege jetzt 39kg und obwohl ich weiß das das schädlich ist und ich das nicht tun sollte kann ich nicht aufhören! Es ist zur zeit das einzige was mich ablenkt von allem und das hilft mir wirklich sehr!

und ich kann auch mit niemanden darüber reden den ich bin ein mensch der immer ein lächeln aufsetzt als wäre alles toll, frei nach dem motto hauptsache die anderen sind glücklich!
Und es ist auch anscheinend so das ich mir nicht nur selber total egal geworden bin sondern auch allen anderen egal bin es ist niemanden aufgefallen das ich abgnommen habe oder irgendetwas und jetzt zu meiner frage wofür lebe ich eigentlich wen ich weder für mich lebe noch für andere ich versteh das einfach nicht, hört sich jetzt bestimmt total komisch an aber ich frage mich das wirklich. Also wen ich jetzt aufhören müsste abzunehmen würde ich wahrscheinlich zugrunde gehn früher oder später.

Ich hoffe ihr findet zeit mir zu antworten ich meine ihr habt bestimmt besseres zu tun aber ich würde mich sehr freuen!!

Glg leni

(INTAKT antwortet am 13.03.2009 um 00:35:33)

Liebe Leni, das ist wirklich eine ganz schwere Situation, die Sie da durchmachen, seelisch und körperlich. So viel in so kurzer Zeit abzunehmen, ist für den Körper eine große Belastung und wirkt sich auch auf Ihr ganzes "Nervenkostüm" aus. Es ist völlig verständlich, daß die Geburt Ihres Halbgeschwisterchens Sie sehr aus der Bahn geworfen hat. Und so eine Entscheidung zum "Nichtessen" ist natürlich eine Art Ablenkung, aber eine sehr gesundheitsgefährdende! Viel wichtiger wäre es, Sie hätten jemanden zum Reden, dem Sie all Ihre Traurigkeit, Verzweiflung, Wut, Zorn, Enttäuschung zeigen könne, der Ihnen zuhört und Sie versteht und Ihnen hilft, daß das alles zum Ausdruck kommen darf. Denn sonst richten Sie all diese Gefühle weiterhin gegen sich und tun sich noch mehr weh.
Obwohls schon spät ist, bzw. früh, ist es mir ganz wichtig, gleich zu schreiben - obwohl Sie glauben, wir hätten besseres zu tun. Auch wenn Sie glauben, daß niemand ihr Leid bemerkt - vielleicht sind andere in Ihrer Umgebung durch die neue Situation ähnlich verstört, sodaß grad jeder mit sich selber genug zu tun hat - ich glaub auch, Sie haben in all den Jahren gut gelernt, den anderen nicht zu zeigen, wie es wirklich in Ihnen aussieht. Aber jetzt brauchen Sie Hilfe! Und Sie waren mutig genug, den ersten Schritt mit Ihrem Brief an uns zu tun. Sollten Sie in Wien wohnen, kommen Sie zu einem Beratungsgespräch zu uns, sonst erforschen Sie auf unsere homepage Adressen aus oder vertrauen Sie sich jemandem an, der Ihnen wichtig und wohlgesinnt ist und Ihnen für den nächsten Schritt hilft. Und schreiben Sie uns bitte, wenn Sie von uns noch weitere Unterstützung brauchen!!!Alles, alles Liebe!!!

(Erweiterung der Fragestellung am 13.03.2009 um 20:21:10)

also ich habe zwar zwei brüder aber die freuen sich darüber!! Ist meine reaktion auf diese sache wirklich so abnormal!?
Ich verstehe das nicht und auch meinen freunden usw fällt es nicht auf eig würde ich mir ja wünschen das es jemanden auffällt und mich jemand fragt wie es mir geht und sich sorgen um mich macht (hört sich total bescheuert an) aber nichts ich verstehe das nicht mir würde sowas sofort auffallen!!

Man ich bin 18 und total verrückt :-(
aber vielen dank für eure antwort bin euch sehr dankbar
glg leni

(INTAKT antwortet am 16.03.2009 um 23:51:19)

Nein, Sie sind sicher nicht total verrückt, sondern Sie reagieren wie Sie reagieren. Wahrscheinlich war die ganze Trennungssituation für Sie belastender als für Ihre Brüder. Vielleicht glaub(t)en Sie, loyal sein zu müssen und deshalb auf Distanz zu Ihrem Vater gehen zu müssen, obwohl Sie ihn als Tochter vielleicht genauso brauchen. Und letztlich ist es ja auch schwer, auf ein Baby zu grollen, über so kleine Wesen freut man sich ja viel lieber, aber das scheint für Sie ein großer Konflikt zu sein, der sich gerade in Ihrem Körper abspielt. Aber noch einmal, an wen könne Sie sich wenden, der Ihnen zuhört? und der/die Sie unterstützt, sich Hilfe zu organisieren, denn ich mach mir Sorgen um Sie!Machen Sie den ersten Schritt, warten Sie nicht darauf, daß erst jemand endlich was merken muß! Viel Mut beim sich ZUMUTEN!!!Und schreiben Sie wieder!

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