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Bulimie

(Regina fragte am 08.10.2008 um 16:04:30)

ich habe eine etwas merkwürdige aber für mich sehr wichtige frage. ich leide seit ziemlich genau 1 jahr an bulimie. bin darüber aber alles andere als glücklich und versuche tag für tag diese miese angewohnheit los zu werden. es gibt tage an denen ich sehr erfolgreich bin und keinen einzigen ess-brech-anfall habe, dann wiederum gibt es tage an denen es 2-3 mal passiert. ich hasse es und wünsche mir nichts sehnlicher als endlich damit aufhören und ein normales leben führen zu können. zuvor litt ich 1 jahr an starken essanfällen jedoch ohne mich danach zu übergeben. ich war bereits bei intakt in behandlung habe diese allerdings abgebrochen.

mittlerweile bin ich an einem punkt der mir sehr große sorgen bereitet, nämlich die auswirkungen. mit meinen zähnen ist alles in ordnung aber ich habe angst um meinen magen und um meine speiseröhre. kann ich diese organe bereits in diesem 1 jahr ruiniert haben? und gefährde ich auch die tatsache irgendwann schwanger werden zu können?

lg, regina

(INTAKT antwortet am 09.10.2008 um 22:46:43)

Liebe Regina, was Auswirkungen der Bulimieerkrankung anbelangt, so hängt das von der körperlichen Grundkonstitution ab und kann daher nur individuell medizinisch untersucht werden.
Allgemein kann man sagen, daß der Magen schon sehr belastet wird, Gastritis ist oft die Folge oder es kommt zu Magenschleimhauteinrissen.
Bei der Speiseröhre kann es zu Entzündungen durch den Rückfluß des Magensaftes kommen. Fehlernährung kann Hormonstörungen hervorrufen, die es erschweren können, schwanger zu werden.
Relativ genau können Sie über Folgeerscheinungen auf der homepage vom Netzwerk Essstörungen nachlesen (siehe links auf unserer hompage).
Aus Ihrem Brief sind große Sorge herauszulesen. Da Sie schon einmal bei intakt waren, wäre es am hilfreichsten, noch einmal zur Ärztin zu gehen. Es kommt immer wieder vor, daß jemand die Therapie abbricht, weil er/sie zu einer bestimmten Zeit noch nicht den Mut hat, etwas an-oder auszusprechen oder zu verändern. Trotzdem ist es möglich, die Therapie zu einem späteren Zeitpunkt wieder fortzusetzen. Auch in Ihrem Fall könnte das sehr hilfreich sein und vielleicht haben Sie auch schon diese Möglichkeit in Erwägung gezogen. Scheuen Sie sich nicht, uns wieder zu kontaktieren, bei wem auch immer es Ihnen am leichtesten fällt aus Ihrem Betreuungsteam. Und einen wichtigen ersten Kontakt haben Sie mit Ihrem Brief an uns schon aufgenommen!!! Alles Gute!

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