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Bin ich wirklich bereit, den Station zu verlassen?

(alpaca.man fragte am 08.09.2018 um 17:10:42)

Ich bin ein Jungendliche und ich habe seit 2 Jahren an Magersucht gelitten. Mein Gewicht in der Höhe von 1,58 lag vor meiner Essstörung bei 50 kg. Dann habe ich ca. 12 kg abgenommen und mein Mutter hat mir in die AKH gebracht. Ich habe ca. ein halbes Jahr Ambulante Therapie bekommen. Das beinhaltet Arztkontrolle, bespräche mit eine Diatlögin und wochentliche Psychotherapie. Ich ging jedoch weiter in Depressionen und begann mit Essattacken und Erbrechen. Ich hatte 6 kg wegen der Essanfälle zugenommen, und meine Arztkontrolle wurde seltener. Nachdem ich meine Gewichtszunahme gesehen hatte, flippte ich aus und wollte alles sehr schnell verlieren und verlor 8 kg in 2 Monaten. dann wurde ich mit einem Gewicht von 36 kg und einer Höhe von 1,60 sofort in die Station gebracht.

Ich bin jetzt seit ca. 2 Monaten auf der Station und wiege jetzt 43 kg, mit einer BMI von 16.8. Je nach das Konzept erhalten wir mehr Mahlzeiten in Eigenverantwortung und können längere Ausgänge nehmen, als wir zunehmen. Meine Ärzte glauben dass ich mit mein Gewicht zufrieden bin weil ich mit sie nicht streite.
Aber ich kann nicht aufhören, über Kalorien nachzudenken. Bei jeder Gelegenheit, die ich bekomme, versuche ich jedoch, Kalorien so weit wie möglich zu reduzieren. Zuhause versuche ich alles, um nicht zu essen. Wenn niemand zuschaut, esse ich gar nichts, oder ich habe einen Fressanfall.

In ein paar Wochen würde ich wahrscheinlich entlassen. Aber ich habe schon ein Plan, für wie ich alles wieder abnehmen wurde. Ich habe kein Ahnung was ich machen soll, und will nicht, dass meine Mutter sich wieder Sorgen über mich macht. Aber ich weiss nicht ob ich ohne das Struktur wieder normal essen kann, auch wenn ich bald ins Normalgewicht komme.

Freue mich auf einen schnellen Antwort.
Danke

(INTAKT antwortet am 10.09.2018 um 14:34:46)

Lieber A.,
Vielen Dank für Ihre Nachricht. So wie Sie schreiben sind Sie noch sehr in den Klauen der Magersucht gefangen! Dass es zu Rückfällen nach stationären Aufenthalten kommt, passiert leider immer wieder. Es ist nachvollziehbar, dass der Blick auf die Waage irritiert, aber letztlich brauchen Sie so lange regelmäßige therapeutische und medizinische Unterstützung, bis ihr Körper wirklich wieder darauf vertrauen kann, dass er mit regelmäßiger, ausreichender und abwechslungsreicher Nahrung versorgt wird. Denn meist passiert es, dass sich Hungerphasen mit Essanfällen abwechseln und man letztlich wieder lernen und erleben muss, wie viel mehr an Kalorien ein gesunder Körper braucht.
Wahrscheinlich merken Sie auch, wie Ihr kranker Anteil immer wieder den Anteil, der gesund werden will, aber Panik vor dem „zu dick werden“ hat, boykottiert („Das darfst du nicht essen, das verdienst du nicht …“).
Sie müssen sich wirklich entscheiden, wieder gesund werden zu wollen und bereit sein, das Kalorienzählen aufzugeben.
Nutzen Sie die Zeit im Spital, sich mit den Ärzten zu reiben. Seien Sie ehrlich mit ihren Ängsten, dann wissen diese auch, wie sie Ihnen noch besser helfen können. Sie sind so jung und schränken sich schon so lange so sehr ein.
Nehmen Sie sobald wie möglich wieder mit ihrer Therapeutin Kontakt auf, damit der Übergang von der stationären zur ambulanten Therapie gut gelingen kann.
Geben Sie dem Leben in all seiner Vielfalt, Abwechslung, Neugier wieder eine Chance! Das wünscht Ihnen sehr,
das Intakt-Team

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