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Berührungsschmerzen nach \"außernatürlichem\" Essen

(Romina fragte am 03.07.2017 um 19:17:29)

Liebes Intakt-Team,

Meine Vorgeschichte:

Ich habe ab der Volksschule ziemlich stark zugenommen und wog mit ca. 13 Jahren um die 100kg. Ich habe etliche Diäten hinter mir und schaffte es im Jahr 2009 schon Mal auf 65kg ..danach ging das Gewicht wieder rauf auf ca. 80kg (Stress durch Lehrabschluss und keine Lust auf Verzicht). Im Frühjahr 2011 war ich dann mit all meinen Prüfungen durch und habe beschlossen, mein Gewicht ein letztes Mal in Angriff zu nehmen! Seit Mai 2011 gehe ich 4 Mal die Woche ins Fitnesscenter und habe nach 10 Monaten ein Gewicht von 52kg erreicht. Leider habe ich mich in das Training immer mehr reingesteigert und auch meine Ernährung war selten optimal (Low Carb, Low fat, teilweise unter 1000 Kalorien). Im Herbst 2012 folgte eine Bauchdeckenstraffung und Brustwiederherstellung. Ich dachte danach einen kurzen Moment, dass ich es jetzt endlich geschafft habe und habe wieder mehr am Leben teilgenommen. Ein plus von 10kg waren das Resultat. Bis 2015 lebte ich also wieder zwischen Gönnung und Verzicht plus zwanghaften Training, Bulimieanfällen und den Missbrauch von Abführmitteln.
2015 habe ich einen neuen Personaltrainer gefunden, welcher mir klar machte, dass ich essen muss um stärker und fitter zu werden. Ich fing an, Ernährungspläne zu schreiben.. langsam steigerte ich meine Kalorien bis auf 1500 täglich. Aber nicht nur die Kalorien wurden berechnet sondern auch die Menge von Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß. Jedes Lebensmittel wurde abgewogen und von mir kontrolliert. Zu Beginn fühlte ich mich wie im 7. Himmel: ich nahm super schnell wieder auf meine 52kg ab, war stark im Training und konnte für meine Verhältnisse \"Unmengen\" essen.

Das ganze ging ein halbes Jahr gut, danach fühlte ich mich sehr eingeschränkt. Ich nahm an keinen Feiern mehr teil, traf keine Freunde, die Essenspläne wurden eine Woche vorher angefertigt und ich genehmigte mir keine Abweichung. Alles dreht sich nur um das Training, kochen und essen. Ich bin mittlerweile eine lebende Nährwerttabelle. Heißhungerattacken waren irgendwann die Folge sowie natürlich damit einhergehenden +3kg. Wenn ich meine Pläne einmal nicht hatte (zB im Urlaub) stopfte ich mich regelrecht voll, denn da \"durfte\" ich ja.
So sehr ich diese Pläne auch hasste / hasse, ich kam nie los von ihnen. Ich brauchte / brauche diese Kontrolle.

Im Herbst 2016 verfiel ich in schwere Depressionen und wollte so nicht mehr leben. Seither bin ich in Therapie und mache langsam Fortschritte. Das Training und die Pläne gibt es nach wie vor, ebenso die panische Angst vor einer Zunahme, aber ich bin mittlerweile viel flexibler und nehme auch wieder soziale Kontakte wahr und löse mich nach und nach von meinem Plänen. Außerdem esse ich mehr Kalorien (so zwischen 1700-1800).

Jetzt kommt aber eigentlich erst meine Frage:
Ich habe seit letztem Jahr immer, wenn ich \"ohne Pläne\" esse am nächsten Tag \"Berührungsschmerzen\". Je nachdem wie viel ich gegessen habe tut mir mein Bauch, mein Brust, meine Oberschenkel, meine Oberarme und meine Seiten bei Berührung weh (als würde man auf einen blauen Fleck drücken). Wenn ich sehr viel gegessen habe, bin ich die nächsten Tage auch sehr schwach, mir ist schwindelig und mir fällt das atmen schwer.
Anfangs dachte ich, dass vielleicht mein gestraffter Bauch überdehnt ist und daher weh tut. Aber warum Schmerzen dann auch Oberame und Oberschenkeln. So richtige \"Eskalationen\" mit 4000-5000 Kalorien habe ich nicht mehr seitdem ich in Therapie bin, aber die Schmerzen habe ich zB auch wenn wir irgendwo zum Grillen eingeladen sind oder letzte Woche in Lignano, obwohl ich dort auch nur 2 Mal gegessen habe (aber durch Pizza und Frühstücksbuffet waren die Kalorien auch höher als üblich).

Kann es sein, dass mein Körper nur noch eine gewisse Anzahl an Kalorien/Fett/Eiweiß/Kohlenhydrate verträgt?
Kennen Sie vielleicht dieses Symptom? Ich habe mich schon bei paar Ärzten und auch bei meiner Psychologin erkundigt, aber keiner weiß einen Rat. Mein Blutbild zeigt auch keine Auffälligkeiten.

Mit besten Dank im Voraus !

(INTAKT antwortet am 06.07.2017 um 16:22:32)

Liebe Romina,

danke für Ihr Vertrauen, uns von Ihnen zu erzählen. Sie schreiben, dass Sie in medizinischer und therapeutischer Behandlung sind. Schön, dass Sie auch schon Fortschritte bemerken. Die zunehmende Flexibilität in Ihren Ernährungsplänen und die vermehrten sozialen Kontakte sind bereits ein großer Erfolg, auf den Sie stolz sein können!

Zu Ihrer Anfrage betreffend \"Berührungsschmerzen\" können wir Ihnen in diesem Forum leider keine Antwort geben. Die von Ihnen beschriebenen Symptome, die Schwäche, der Schwindel und die Atemprobleme sollten jedenfalls bei einer Ärztin bzw. einem Arzt abgeklärt werden.

Sollten Sie dabei Unterstützung benötigen, können Sie gerne unter 01/22 88 770-0 oder auf unserer Homepage einen Termin mit einer unserer Fachärztinnen für Innere Medizin vereinbaren.

Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall weiterhin alles Gute, schauen Sie gut auf sich,
Ihr Intakt-Team

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