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Hin,- und hergerissen und immer hoffnungsloser....

(Elli fragte am 08.12.2007 um 20:07:50)

Hallo, ich habe irgendwie das Gefühl, momentan ziemlich in der Luft zu hängen und im Grunde gar nicht richtig zu wissen, WAS ich möchte, welche genau meine Ziele sind, etc. Ganz kurz zu mir: ich bin 27 und leide seit 15 Jahren unter Essstörungen- anfangs war es reine Anorexie, mittlerweile habe ich die Diagnose "Anorexie purging type". Ich war bereits in zahlreichen KHs, darunter auch eine Klinik in Deutschland, und mache seit etwa zehn Jahren fast durchgehend Gesprächstherapie. Leider ist es so, dass sich schon einige TherapeutInnen von mir abgewandt haben- mit der Begründung, sie können mir nicht helfen, fühlten sich überfordert, ich solle jemand anderen suchen, etc. etc. Es fällt mir enorm schwer, mit solchen Aussagen klarzukommen, da ich einerseits daraus schließe, die konnten wohl mich als Person nicht leiden und wollten mich nur so schnell wie möglich los sein,....gleichzeitig erzeugt das alles eine riesige Hoffnungslosigkeit in mir, und ich frage mich, ob es sich überhaupt noch lohnt zu kämpfen, ob mein Wille womöglich nicht stark genug ist und auch, ob ich es überhaupt verdiene, Hilfe in Anspruch zu nehmen, wo ich doch in vielerlei Hinsicht- das Essen betreffend- so furchtbar stur und verbohrt bin :-(

Ich wiege im Moment 41kg bei 1,71m. Anfang dieses Jahres lag ich mit knapp 35kg im Spital, folglich ist mein derzeitiges Gewicht für mich eigentlich ein recht "hohes" (so blöd das auch klingt). Ich bin einmal pro Monat bei einer Psychiaterin in Behandlung, die sich um die Psychopharmaka sowie mein Blutbild "kümmert". Mein Kaliumwert ist meist relativ niedrig, was mir schon manchmal angst macht, doch diese Angst verfliegt dann im Nu wieder, sobald die Waage mehr anzeigt als am Tag davor. Meine Psychiaterin (bin erst seit ein paar Monaten bei ihr, somit kennt sie mich noch nicht soo gut- und umgekehrt ich sie auch nicht) meint immer bloß, dass ich das schon schaffe, dass eh alles okay seit körperlich, dass ich meine Aubsildung auf jeden Fall fortsetzen soll, usw. Sie ist auch der Meinung, ich solle keine Psychotherapie mehr machen, da ich ja eh schon so viele Therapien hinter mir habe, womit sie einerseits schon recht hat- andererseits fühle ich mich die letzten zwei Monate seit mich meine letzte Therapeutin "abservierte" (was mich noch immer sehr belastet und total traurig macht, wenn ich an die Zeit mit ihr zurückdenke) schrecklich alleine, meine Depressionen werden stärker, wenn ich mit niemandem über meine Probleme sprechen kann (meine Freunde möchte ich auch nicht ständig anjammern *schäm*) und so frage ich mich, ob ich wirklich dem Rat meiner Ärztin folgen soll oder mich doch wieder auf die Suche begebe.

Könnt ihr mir aus eurer Erfahrung sagen, ob es wirklich Fälle gibt, die ihr als "übertherapiert" oder gar "therapieresistent" bezeichnen würdet und bei denen eine Therapie tatsächlich keinen Sinn (mehr) macht? Ich habe halt panische Angst, dass es wieder passiert, dass ich zu einer Person Vertrauen fasse, die mir sogar verspricht "wir gehen zusammen da durch, ich werde Sie nicht im Stich lassen" und mich dann ganz unerwartet doch abweist, aber ich verstehe schon, dass Therapeuten ja auch "nur Menschen" sind und ihre Grenzen ziehen müssen, wenn's ihnen zu viel wird mit einem Patienten.

Ich hatte schonmal ein Erstgespräch in Ihrem Institut, bin dann aber bald darauf ins KH gekommen, sodass ich dann keine weiteren Termine mehr vereinbart habe.

Du lieber Himmel, ist das jetzt viel geworden....tut mir leid, ich hoffe, ich habe Sie nicht zu lange aufgehalten.

Liebe Grüße

(INTAKT antwortet am 10.12.2007 um 14:55:53)

Liebe Elli!
Da Sie schon einmal in unserem Zentrum zu einem Erstgespräch waren, schlage ich Ihnen vor, dass Sie nochmals einen Termin vereinbaren.In einem weiteren persönlichen Gespräch besteht dann die Möglichkeit, die komplexe Situation ausführlich zu besprechen und gemeinsam zu erarbeiten, was für Sie die nächsten Schritte sein könnten.

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