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Essstörung

(Anonym fragte am 28.10.2016 um 13:21:32)

Meine beste Freundin hat mir gesagt, dass sie eine Essstörung hat. Diese wirkt sich so aus, dass sie sich letzten Sommer sogar teilweise übergeben hat (was jetzt nicht mehr der Fall ist) und momentan ist es so dass sie entweder vergisst den ganzen Tag zu essen, nur sehr wenig isst oder Fressattacken hat wo sie gar nicht mehr aufhören kann zu essen. Das führt dann dazu, dass sie sich extrem schlecht fühlt und am nächsten tag nichts essen kann wirklich weil es ihr schlecht geht. Schlecht nicht hauptsächlich in dem Sinne,dass sie sich bezüglich ihrer Figur oder sozialem Druck schlecht fühlt, sondern dass ihr auch übel schlecht ist.
Sie hat mir das gestern erzählt und ich wollte fragen ob Sie mir vielleicht Tipps geben könnten wie ich sie unterstützen kann und ihr halt helfen kann.

(INTAKT antwortet am 31.10.2016 um 17:20:01)

Sie sind wirklich eine gute Freundin, wenn Sie sich an uns wenden, weil Sie Ihrer Freundin helfen wollen! Unser wichtigster Tip ist dabei, Ihrer Freundin klarzumachen, dass sie professionelle Hilfe braucht, um aus diesem destruktiven Essensverhalten wieder rauszufinden. Aus Erfahrung wissen wir, dass so ein Essverhalten für etwas herhalten muss, was auf andere Weise momentan schwierig zu bewältigen ist. Deshalb ist es wichtig, dass man sowohl psychotherapeutische als auch medizinische Hilfe in Anspruch nimmt. In früheren Forumseintragungen haben wir immer wieder beschrieben, wie wichtig regelmässige, abwechslungsreiche und vor allem ausreichende Mahlzeiten für den Körper sind. Mithilfe der Psychotherapie gilt es zu erforschen, was die Seele wirklich braucht und welche anderen Bewältigungsstrategien man für belastende Lebenssituationen zu entwickeln braucht. Wenn sich Ihre Freundin vor Ihnen geoutet hat, so merkt sie schon, dass sie Hilfe braucht, nur dürfen Sie sich als Freundin nicht überfordern lassen, sondern unterstützen Sie Ihre Freundin dabei, sich diese Hilfe auch zu holen. Vielleicht sprechen Sie ihr auch Mut zu, sich zunächst an ihre Eltern zu wenden, die dann nächste Schritte für professionelle Hilfe in Angriff nehmen. Viele Betroffene glauben, dass sie es allein schaffen müssen, aber sind dadurch völlig überfordert und verschlechtern ihre psychische und körperliche Situation noch mehr. Wir erleben es auch immer wieder, dass Betroffene von Ihren FreundInnen zu uns zu einem klärenden Erstgespräch begleitet werden, weil sie sich alleine nicht trauen, aber dann froh sind, diesen wichtigen ersten Schritt zum Wiedergesundwerden gemacht zu haben. Schreiben Sie uns wieder, wenn Sie noch mehr Fragen haben! Alles Gute und viel Klarheit für die Unterstützung Ihrer Freundin!

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