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bereits essstörung?

(Anonym fragte am 26.11.2007 um 15:02:34)

hallo,

ich habe eine frage bez meinem derzeitigen essverhalten. ich habe im juni mit einer diät begonnen und auch appetitzügler eingenommen. hab von juni bis jetzt ca 25 kg abgenommen. ich wiege jetzt ca 65 kg bei 168cm (normalgewicht). ich steige ca 3x am tag auf die waage. meine stimmung richtet sich allein danach was meine waage anzeigt und ob mir meine kleidung wieder zu weit geworden ist. in meinem kopf dreht sich alles nurmehr um "nicht" essen und wie ich das wenige esssen das ich zu mir nehmen am schnellsten wieder los werde. versuche es dann mit abführmittel. erbrechen ist mir bisher noch nicht ganz gelungen aber ich sehe es als einzigen ausweg um das gegessene wieder erfolgreich loszuwerden. meine größte angst ist, wieder zuzunehmen. habe ich bereits eine essstörung oder befinde ich mich noch im normbereich?

danke und lg

(INTAKT antwortet am 26.11.2007 um 22:27:38)

Was Ihr Gewicht betrifft, liegen Sie im Normbereich, doch was Ihr "im Kopf dreht sich alles nur ums nichtessen" anbelangt, Ihr Liebäugeln mit dem Erbrechen, Ihr so großer Gewichtsverlust in so kurzer Zeit und vor allem die Appetitzügler und die Abführmittel lassen auf ein völliges Entgleisen Ihres Essverhaltens schliessen. Es ist nur zu verständlich, daß Sie eine große Angst vor einer Gewichtszunahme haben, daher wäre es gerade in dieser Phase so wichtig und hilfreich, sich professionelle Unterstützung, sowohl in ärztlicher als auch therapeutischer Hinsicht, zu holen! Den ersten essentiellen Schritt haben Sie mit ihrer Anfrage schon getan, haben Sie daher den Mut, auch die weiteren Schritte zu unternehmen, damit Sie sich und Ihrem Körper wieder aus dieser Extremsituation heraushelfen lassen!!!

(INTAKT antwortet am 27.11.2007 um 23:27:15)

Aus viel Erfahrung ein klares JA! Und es ist ganz verständlich, daß Sie skeptisch sind und auch noch abnehmen wollen. Aber vom gesundheitlichen Standpunkt her gesehen wäre es wichtig, dies unter ärztlicher Unterstützung zu machen, damit der bisherige "Erfolg" (was die abgenommenen Kilos anbelangt) nicht durch den bekannten jojo-Effekt zunichte gemacht wird. Von der therapeutischen Seite wäre es hilfreich in geschütztem Rahmen hinterfragen zu können: "Wie komme ich wieder zu einer genussvolleren Lebensqualität ohne das Erreichte zu verlieren?" "Welche Wünsche stehen hinter meinem Abnehmwunsch?" "Wie lern ich mich selbst zu mögen?"(Es stellt sich immer wieder heraus, daß die Abnehmspirale nach unten offen ist und letztlich oft so eine Dynamik entsteht, aus der man noch schwerer herauskommt, und schon kaum ohne Hilfe) "Was belastet mich in meinem Leben gerade so, daß ich glaube, daß es durch weniger Gewicht lösbar ist?" "Welche Ressourcen stecken in mir, um damit gesünder umzugehen?" oder "Wie kann ich z.B. mit Konflikten anders umgehen als sie gegen mich zu richten?" Und wahrscheinlich haben Sie noch viele andere Fragen, die Sie selbst oder Ihr unmittelbares Umfeld überfordern, aber in einem therapeutischen Kontext gemeinsam erarbeitet und beantwortet werden können. Schön, daß Sie uns noch einmal geschrieben haben und Sie haben natürlich vollkommen recht, daß man es auch selber wollen muß, doch Sie haben mit Ihrem Schreiben schon begonnen, etwas zu verändern und so ein Prozess ist letztlich leichter als zu lang an immer kränkermachenden Situationen festzuhalten!!!

(Erweiterung der Fragestellung am 27.11.2007 um 12:36:12)

um aus dieser Situation wieder rauszukommen muss man das auch wollen oder zulassen können, oder? wenn ich mich aber immer noch zu fett finde und weiterhin abnehmen will, bringt es dann etwas wenn man sich hilfe holt?

weitere Fragestellung hinzuf�gen

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