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Ermutigung

(Rosa fragte am 16.06.2016 um 09:31:40)

Liebes Team, meine erwachsene Tochter leidet an Bulimie und sie befindet sich derzeit in einer 8wöchigen Therapie stationär im Krankenhaus der barmherzigen Schwestern. Vorher war sie gut eineinhalb Jahre in Therapie in einem Institut. Sie sagte mir, dass diese fast 2 Monate stationär ihr mehr gebracht haben als die eineinhalb Jahre davor. Man bot ihr eine Verlängerung der stationären Therapie an bzw. in Form Tagesklinik aber wieder für 8 Wochen. Ich sehe bei meiner Tochter gute Fortschritte, dass sie sich zu öffnen beginnt, sie ruft mich an und wir telefonieren sehr lange miteinander über Wesentliches. Das gab es alles in den Jahren zuvor nicht, sie mied ein Gespräch, blockte ab, etc. Vom Essverhalten und vom Gewicht tut sich noch nicht wirklich etwas. Ab Juli zieht sie in ein Zimmer in einem Studentenwohnheim. Mein persönliches Empfinden ist, dass sie einen supertollen Anfang gemacht hat und auch geschafft hat, aber einen Anfang. Meine Befürchtung ist nun, wenn die 8 Wochen vorbei sind, dass sie dann in der Luft hängt. Nicht weil sie keine Unterstützung bekommt, sondern weil sie ev. keine Unterstützung annimmt. Diese Therapie ist anstrengend nach ihren Aussagen, das glaube ich ihr und verstehe auch. Ich habe weiters das Gefühl, dass sie jetzt einmal Pause will von der Therapie und ich denke auch, dass sie in das Institut nicht mehr zurück will (wo sie vorher war), das verstehe ich auch sehr gut. Wie kann ich meine Tochter ermutigen, dass sie Therapie in Anspruch nimmt in welcher Form auch immer und wo auch immer ohne hier als Mutter bevormundend zu wirken oder besser wissend zu sein? Hier fehlen mir zur Zeit irgendwie die richtigen Worte, da meine Sorge nicht nur um ihre seelische sondern auch um ihre körperliche Gesundheit sehr, sehr groß ist. Sie ist 162 cm groß, das Gewicht weiß ich nicht, ich traue mich auch nicht zu fragen. Ihr Blutdruck ist zur Zeit sehr niedrig (80/53), der Kaliumwert nach ihren Aussagen eher besorgniserregend, sie meint sie hat eine Blähbauch (Hungerbauch?). Meine Tochter ist sehr intelligent, sie ein großes Wissen, denkt viel nach und ist sehr feinfühlend. Was soll und kann ich zu ihr sagen?
Danke im voraus für Ihre Antwort und liebe Grüße Rosa

(INTAKT antwortet am 17.06.2016 um 14:54:05)

Liebe Rosa, Ihre Sorgen sind sehr verständlich und es ist eindrucksvoll wie einfühlsam und vorsichtig Sie mit Ihrer Tochter und dem Thema umgehen. Ihre Beschreibung nach gibt es ja auch eine sehr gute Entwicklung ! Sie sehen trotzdem die Notwendigkeit professioneller Unterstützung für Ihre Tochter ganz richtig und um noch sicherer im Umgang mit ihr zu werden, könnten Sie zum Beispiel zu unserem \\\"Elternabend\\\" kommen, bei dem Sie alle Anliegen mit einer erfahrenen Therapeutin besprechen können. Der nächste Termin ist am 13. Juli um 19h in unserem Institut in der Grundlgasse 5. Sie können sich gerne telefonisch anmelden. Sollten Sie diesen Termin nicht wahrnehmen können, gibt es die Möglichkeit von telefonischer Beratung oder auch Einzelberatung. Für die Unterstützung ihrer Tochter bieten wir sowohl Einzeltherapie als auch ärztliche und psychiatrische Begleitung an. Mit den besten Wünschen und herzlichem Gruß,
Ihr Intakt-Team

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