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Fressanfälle und Down nach Magersucht

(Anonym fragte am 30.05.2016 um 18:13:50)

Liebes Intakt-Team,
ich litt 2 ein halb Jahre an Magersucht, war auch vier Monate im Krankenhaus mit Sonde etc., auch danach und davor war die Zeit zuhause sehr stressig, aufgrund meines Essverhaltens.
Mithilfe einer Psychotherapie gelang es mir im November vergangenen Jahres endlich, aus dem Teufelskreis zu entkommen, ich war wieder fröhlich und habe relativ schnell viel zugenommen. Mein Ziel war es, ein Gewicht von 48 kg bei einer Größe von 158 cm zu haben. Allerdings habe ich darüber hinaus zugenommen, weil ich an Fressanfällen leide. Ich weiß derzeit mein Gewicht nicht, weil ich es geschafft habe, mich nicht mehr von der Zahl auf der Waage abhängig zu machen und mich so nicht mehr wiege. Trotzdem bin ich mir sicher, dass ich schon an der Grenze zum Übergewicht bin und ich fühle mich sehr unwohl...
Ich hatte schon Phasen, in denen es mir sehr gut gelungen ist, weniger zu essen, allerdings nur kurze. Ich will wieder abnehmen, allerdings schaffe ich es kaum, weniger als 3000 kcal pro Tag zu essen. Meine \"Grundnahrung\" ist gesund, allerdings nasche ich oft viel zu viel, was sich an meinem Fett bemerkbar macht...
Nun bin ich schon sehr verzweifelt, weil ich schon lange versuche, weider \"normal\" zu essen und niemanden habe, dem ich mich anvertrauen kann. Meine Mutter und auch andere Vertrauenspersonen sind schon genervt und sagen, ich solle doch einfach weniger essen. Das geht aber sehr schwer. Ich mache fast täglich Sport Als Ursache für die FA sehe ich Stress, Frust, Motivationslosigkeit, etwas anderes zu tun, eine Leere in mir, Gewohnheit.
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, die mir eventuell auf dem schweren Weg von einer Essstörung helfen kann!

(INTAKT antwortet am 31.05.2016 um 16:31:06)

Der Weg aus der Esstörung ist leider ein langer Prozess mit vielen Umwegen. Aus Ihrem Brief ist herauszulesen, dass Ihr Essverhalten derzeit von einem Extrem in ein anderes gekippt ist. Diese Auf und Abs passieren leider immer wieder. Es dauert oft länger bis der Körper spürt, dass er bekommt, was er wirklich braucht, nämlich regelmäßige, ausreichende und abwechslungsreiche Nahrung! Wichtig wäre es jedoch, sich weiter und kontinuierlich Unterstützung auf diesen Weg zu holen. Wenn Sie sich bei Ihrer Therapeutin wohlgefühlt haben und dort auch Erfolge spüren konnten, ist es gut, mit ihr diesen Prozess fortzusetzen. Aber Sie könnten bei uns eventuell zusätzlich notwendige und sinnvolle ärztliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Alles Gute für Ihren weiteren Gesundungsprozess.

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