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Bitte um Beratung!

(Anonym fragte am 06.05.2016 um 19:52:20)

Hallo!
Ich habe schon seit Jahren Probleme mit meinem Essverhalten, jedoch bin ich so unsicher, was es nun wirklich ist. Es ist bei mir so, dass ich einfach durchgehend an Essen denken muss, und gleichzeitig daran, dass ich abnehmen möchte und meine Figur grässlich finde, mich wegen meiner Figur immer irgendwie schäme, auch wenn ich sehr selbstbewusst tue (was mir glaube ich die meisten auch abnehmen). Ich weiß aber, dass ich weder allzu dick noch allzu dünn bin, möchte auch nur schon seit etwa 3 Jahren immer jeweils zwischen 3 und 6 Kilo abnehmen, das wäre immer noch im Normalbereich (Ziel ist 58 Kilo bei 170cm) . Und gleichzeitig zu diesem abnehm- Zwang habe ich einen dauernden und unstillbaren drang zu essen, egal wie voll ich bin, ich muss immer aus Vernunft nein zu essen sagen (was ich eben auch öfters schaffe, dabei fühle ich mich aber trotzdem nicht frei). Dafür schäme ich mich vor anderen Leuten sehr und esse daher am liebsten alleine, in Gesellschaft vergleiche ich meine Essmenge auch immer mit der der Andern und bin sehr angespannt. Diese Heimlichkeiten und dieses dauernd im-Hinterkopf-an Essen-Denken isoliert mich sehr in sozialen Kontakten, ich fühle mich danach immer sehr ausgelaugt und will, allein daheim angekommen gleich etwas essen, egal ob ich gerade von Restaurant komme oder so. In der Arbeit und auf der Uni habe ich auch ziemliche Konzentrationsschwierigkeiten und zähle immer die Stunden, bis ich endlich wieder etwas essen darf. Eine Zeit lang hatte ich auch richtige Fressanfälle und habe versucht, mich zu übergeben, was jedoch nicht wirklich funktioniert, daher lege ich immer wieder intensive Sporteinheiten und Fastentage ein. Die Fressanfälle sind wegen großer Disziplin weniger geworden und manchmal gibt es auch Phasen, zu denen ich (unter ständiger, großer Anstrengung) beherrscht normal esse. Auch sind die Fressanfälle nicht von diesen Ausmaßen, von denen ich in Büchern und im Internet lese. Deshalb habe ich Angst, dass mein Problem nicht ernstgenommen wird und mein Zustand eh \"normal\" ist, bzw ich kenne mich selbst nicht aus, weiß nur, dass es mir zunehmend schlechter geht, und dass ich da von alleine nicht mehr herauskomme.
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, liebe Grüße!

(INTAKT antwortet am 10.05.2016 um 16:51:12)

Zunächst möchten wir Ihnen sagen, daß wir es für einen ganz wichtigen und richtigen Schritt halten, sich jetzt Hilfe zu holen. Das heißt auch, daß ein Anteil in Ihnen sehr gut weiß, was für Sie gut ist.
Gleichzeitig ist aus Ihren Worten auch viel Verzweiflung herauszuhören; scheinbar über Ihr Essverhalten. Zu viel, zu wenig, Fasten, Sport, Gewichtsreduktion, die Gedanken kreisen ums Essen. So, wie sie es schildern, dürfte das Gewicht aber noch im Normalbereich liegen, was medizinisch gesehen, beruhigend ist. Psychisch stellt sich dies Ihnen aber wohl anders dar und auch das muß man sehr erst nehmen.
Wahrscheinlich würde es sich lohnen, herauszufinden, was möglicherweise sonst noch in Ihrem Leben nicht so rund läuft und Ihnen zu schaffen macht. Oft konzentriert man sich dann auf ein bestimmtes anderes Thema, um das dahinterliegende verdeckte Thema, das einen so irritiert, nicht zu spüren. Gerne können wir Sie, wenn Sie das möchten, auf diesem Weg unterstützen. In unserem Institut erfolgt dies eingebunden in einem Team sowohl medizinisch als auch und vor allem therapeutisch. Wenn Sie sich davon angesprochen fühlen, rufen Sie uns zu den üblichen Bürozeiten , Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr an, um einen Termin für ein Erstgespräch zu vereinbaren, wo wir mit Ihnen gemeinsam den für sie besten Weg und Plan zu finden.
Den ersten Schritt zu einer Gesundung haben Sie ganz alleine gemacht. Beim nächsten unterstützen wir sie gerne, wenn Sie das wollen.

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