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Übelkeit und laufendes Erbrechen

(H. fragte am 10.11.2007 um 16:23:40)

Ich bin Vater einer 18jährigen Tochter, die seit einiger Zeit Übelkeit, verbunden mit Brechanfällen hat. Sie verweigert Essen, schon aufgrund des Geruches, beteuert aber, dass sie Hunger hat.Der Brechreiz ist trotzdem vorhanden und es kommt zu Erbrechen. Sie besucht die HLW Schrödinger in Graz und fehlt durch diese Übelkeiten und Brechanfälle beim Unterricht, geht vorzeitig nach Hause etc. Mögliche Zusammenhänge sind in einer Art Abhängigkeitsverhältnis zu einer Freundin zu finden - dieser Zusammenhang ist ihr selbst auch aufgefallen. Diese Freudin, noch dazu eine Klassenkameradin, wurde von ihr mittels SMS, E-Mail und direkten Gesprächen unter psychischen Druck gesetzt (Eifersucht u. vieles mehr, falls die Freundin sich ihr nicht widmet etc., sodass diese Freundin zur Zeit auch Abstand von ihr einfordert und es dadurch zu laufenden Streitereien zwischen den beiden kommt. Der Klassenvorstand vertritt die Meinung, dass sie u.U. zu viel Schuldruck hätte - die Symtome haben in geringem Umfang vor ca. 1 Jahr begonnen, als sie 2 bestandene Nachprüfungen hatte. Von einer Psychologin wurde Druck von uns zu Hause diagnostiziert. Wobei dieser Druck m.Meinung nach nicht vorhanden ist, da meine Tochter keinerlei Verpflichtungen zu übernehmen hat - außer in ihrem Zimmer für Ordnung zu sorgen, oder eben etwas zu essen. Die o.a. Problematik mit der Freundin ist der Psychologin bekannt - vor allem auch die Eifersuchtsanfälle. Im Frühjahr 2007 wurden vom Hausarzt etliche Untersuchungen veranlasst, die ohne Befund blieben. Zusätzlich haben wir verschiedene Ratschläge von einem Bioenergetiker angenommen. Aber alle möglichen Empfehlungen, diverse "biologische" Präparate etc. werden von ihr leider nicht diszipliniert an- bzw. eingenommen. Im Zusammenhang mit einer geringen Nahrungsaufnahme fällt das Körpergewicht, jedoch zum Glück bisher gerade noch nicht in ein Untergewicht. Hier ist auch Bemerkenswetes zu beobachten: Meine Tochter musste im Sommer ein Pflichtpraktikum von 3 Monaten absolvieren. Dieses Praktikum fand in einem Hotel in Deutschland statt. Während dieser Zeit hatte sie diese Probleme scheinbar nicht, denn in diesen 3 Monaten verzeichnete sie eine Gewichtszunahme von ca. 8 kg. Zu den familieren Verhältnissen ist zu sagen, dass meine erste Ehe, aus der diese Tochter stammt, vor ca. 8 Jahren geschieden wurde. Nach einer kurzen Zeit bei ihrer Mutter, gemeinsam mit ihren 2 Schwestern, wechselte sie auf ihren eigenen Wunsch zu mir.Seit etwa 2 Jahren bin ich wieder verheiratet. Meine Frau und ich sind am Rande der Verzweifung - auch führt dieser Umstand mittlerweile auch schon zu Beziehungsproblemen, die den allgmeinen Druck erhöhen - für jeden einzelnen von uns. Wir sehen derzeit totz aller Bemühungen und den Einsatz der o.a. involvierten Fachleute keine Chance für Fortschritte. 1.Frage: Was sollen wir machen?! 2. Frage: Das Institut "intakt" erschiene mir als mögliche Lösung - leider ist das Institut in Wien. Gibt es in Graz eine Zweigniederlassung oder eine ähnliche Einrichtung?
mfg H.

(INTAKT antwortet am 12.11.2007 um 15:38:59)

Den ersten Schritt haben Sie schon gemacht, indem Sie im Internet Erkundigungen eingeholt haben, wo Sie Unterstützung bekommen können. Leider gibt es keine Zweigniederlassung von "intakt" in Graz, aber doch Einrichtungen, die Erfahrungen mit dem Thema Essstörungen haben.
Wobei es hilfreich sein könnte, nicht nur für ihre Tochter Unterstützung zu suchen, sondern auch für Sie und ihre Frau. Man ist als Eltern oft zu nah und zu sehr verstrickt, so daß es wichtig sein kann, mit jemanden Außenstehenden herauszufinden, was veränderungsmöglich ist im Umgang mit ihrer Tochter, aber auch zwischen Ihnen beiden.
Laut unseren Erkundigungen gibt es in Graz:
BAS-Elternberatung und Psychotherapie (wobei die ärztliche Betreuung ausgelagert ist)Ansprechsperson ist Frau Brandtner 0316 82 11 99-14;www.bas.at;
weiters das FRAUENGESUNDHEITSZENTRUM, dort gibt es Psychotherapie f. Mädchen und Frauen, Eltern u. Angehörige werden ans BAS weitergeleitet: Ansprechsperson ist Frau Saiko 0316 83 79 98-0; www.fgz.co.at;
außerdem VEREIN z.FÖRDERUNG UND UNTERSTÜTZUNG f.MÄDCHEN u.JUNGE FRAUEN "MAFALDA" 0316 33 73 00;www.mafalda.at;
für ganz Österreich gibt es noch die HOTLINE FÜR ESSSTÖRUNGEN 0810/810400, die wissen auch, wer noch erfahren ist in den einzelnen Städten!
Für Sie und Ihre Frau kann ich Frau MARIA RIEF empfehlen, sie ist erfahrene systemische Familientherapeutin, die sehr lösungsorientiert arbeitet, Tel 0316 814329. Sollte sie selbst keinen freien Platz haben, so kann sie Sie sicher gut weiterempfehlen. Aufgrund ihres Briefes glaube ich, daß das der hilfreichste nächste Schritt sein wird. Alles Gute dafür!

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