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Fressanfälle - selbstmordgedanken

(Anonym fragte am 01.04.2016 um 07:45:29)

Liebes intakt-Team!!!

Ich kann einfach nicht mehr, ich bin so verzweifelt!! Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Ich hatte drei Jahre lang die Magersucht war davon fast 2 Jahre im Krankenhaus stationär in Behandlung, Sonde, etc hab so ziemlich alles durchgemacht. Jetzt habe ich vor einem Dreiviertel Jahr begonnen endlich aufs Normalgewicht zuzunehmen, jedoch nicht nur das sondern bin jetzt schon im übergewichtigen Bereich da ich fast 70 kg bei 1,61 m wiege. Ich fühle mich überhaupt nicht wohl, kann nicht schlafen weil es mir vorkommt als würde ich auf purem fett schlafen und hasse es jeden Tag in der früh aufzustehen . Jetzt will ich schon seit längerer Zeit immer abnehmen doch hatte immer dann so schlimm e essanfälle dass ich mein Gewicht gleich wieder oben hatte. Vor einem Monat habe ich dann meine Ernährung komplett umgestellt - eigentlich war das nicht so schwer da ich mich schon immer mit viel Obst und Gemüse und vollkornprodukten ernährt habe. Mein einziges Problem war dass ich immer viel zu viel gegessen habe und meistens den ganzen Tag durch und dass ich extrem viel Schokolade und Kuchen gegessen habe. Süßes und Zucker habe ich komplett weggelassen und Abendessen habe ich auch weggelassen. Am Anfang ist es mir wirklich sehr gut gegangen, habe auch Sport gemacht, mich wieder wohler gefühlt und Endlich wieder besser schlafen können. Der Sport hat mir geholfen essanfälle zu vermeiden. Jetzt hatte ich ziemlich schnell 7 Kg weniger, doch dann bekam ich schmerzen in meiner Leiste und Knie - vielleicht vom laufen weil mein Körper das noch nicht so gewohnt war und ich hatte große Schmerzen schon beim gehen und noch mehr beim laufen. Also machte ich ein bis zwei Tage Pause hinzu kam dass ich großem streit mit meiner schwester hatte und meine Mutter mich immer nieder gemacht hat - vorher bin ich laufen gegangen um mich abzulenken und mich durch die Vorwürfe meiner Mutter nicht so fertig zu machen doch das ging jetzt nicht mehr wegen meiner schrecklichen Schmerzen. Und so passierte es dass ich wieder mich mit süßem Zeug vollstopfte und so 10000 kcal drei Tage lang hintereinander fraß. Je mehr meine Mutter mich niedermachte desto mehr essen stopfte ich in mich hinein. Alles war umsonst denn innerhalb von drei Tagen habe ich alles die ganzen 7 kg wieder zugenommen. Ich fühle mich so elend denn jetzt kann ich wieder von vorne anfangen. Ich kann einfach nicht mehr. Das alles macht mich so fertig, es ist sogar schon so schlimm dass ich immer wieder selbstmordgedanken habe wie wenn ich in der Küche koche und ein scharfes Messer in der Hand habe denke ich mir dass ich nur einmal ganz fest zustoßen müsste und ich wäre von dieser ganzen scheiße erlöst. Aber ich will leben, aber dieser Teufelskreis macht mich fertig!!
Was kann ich nur machen??? Ich gehe alle zwei Wochen zur psychologin. Sollte ich da öfter hingehen???
Ich habe auch schon viele andere Sachen ausprobiert in der Hoffnung dass ich endlich normal leben kann. Ich war bei der Hypnose um die Ursache für die essanfälle herauszufinden. Das war meine Mutter die schon seit meiner Kindheit nie Zeit für mich hatte sondern sich immer nur um meine Schwester gekümmert hat. Aber das setzt mir noch immer so zu dass ich aus Trauer und Wut versuche das mit den essanfällen auszugleichen.

Bitte helfen Sie mir. Ich kann nicht mehr und ich halte das alles nicht mehr lange durch!!!

(INTAKT antwortet am 05.04.2016 um 16:04:30)

Es tut uns sehr leid, dass wir Ihren verzweifelten Brief erst heute beantworten. Ihre Selbstmordgedanken zeigen vor allem, dass Sie SO NICHT mehr weiterleben wollen. Daher setzen Sie auch neue Schritte, indem Sie uns schreiben.
Sie sind in Therapie, vielleicht wäre es aber besser, Sie hätten eine wöchentliche Stunde, vor allem, wenn Sie grad so ratlos sind. Allerdings haben Sie die Magersucht überwunden, da ist Ihnen viel gelungen! Jetzt merken Sie über Ihr Essverhalten, dass so manche Themen noch nicht wirklich gelöst sind, daher braucht es weiterhin Hilfe, um zu lernen, wie Sie anders mit Wut und Aggression umgehen können, ohne diese so drastisch gegen sich zu richten! Zu lernen, wie man anders kommunizieren kann, auch wenn das Gegenüber wenig einfühlsam ist. Zu lernen, wie man sich trotzdem liebhaben lernt, auch wenn andere vorwurfsvoll sind. Ein stimmiges Buch dazu heißt \"Die Frau, die im Mondlicht aß\"
Gut, dass Sie so klar formulieren, dass Sie leben wollen und nehmen Sie alle Unterstützung an, die Ihnen helfen kann, ein selbbestimmtes, zufriedenes und achtsames Leben zu führen mit all den Gefühlen, die dazu gehören. Alles, alles Gute!

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