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Kontrollverlust/starke Zunahme und Fressanfälle nach Anorexie

(Jule fragte am 30.05.2015 um 00:37:30)

Ich war früher immer ein eher gut genährtes Kind und habe das Essen einfach geliebt. Im Alter von etwa 13 Jahren fing ich an Gewicht zu verlieren, erst nur ein wenig doch schnelle wurde es zur Sucht. Ich entwickelte eine Essstörung. Jetzt bin ich 17 und habe seit gut 1 Jahr wieder Normalgewicht. Ich war 2 Jahre in Therapie und sehe meine Therapeutin immer noch regelmäßig. Doch seit ich vor 1 Jahr angefangen habe wieder ein normales Essverhalten zu entwickeln leide ich fast täglich unter Fressanfällen. Keine großen, aber ich finde mich jeden Abend vorm schlafen in der Küche wieder, auf der Such nach etwas Essbaren. Manchmal reichen mir 2 Äpfel aber meistens artet es aus und endet in 1 Tafel schokolade und 4 Äpfeln oder 4 Portionen Müsli oder Brot. Ich muss dazu sagen das ich mir nichts verbiete. Ich esse regelmäßig und ausgewogen und vor allem genug über den Tag verteilt. Ich habe große Angst davor noch mehr zuzunehmen, da ich schon weit über mein Zielgewicht hinausgeschossen bin. Ich suche immer nach einem Grund und einer Lösung, finde aber weder noch. Manchmal denke ich dann \"Ja kauf doch einfach keine Süßigkeiten oder Sachen an denen ich mich überfressen kann\" Aber sobald ich Abends nichts im Haus habe dreh ich durch. Suche in jeder Ecke. Woran kann das liegen? Ist das normal? Was kann man dagegen machen? Es wäre super wenn mir jemand ein paar Antworten geben könnte.

(INTAKT antwortet am 02.06.2015 um 16:03:39)

Liebe Jule,
Ihr Brief zeigt sehr berührend Ihre Verzweiflung und Unsicherheit, was Ihr Essen anbelangt.Allerdings birgt er auch Widersprüche, sodass es nicht ganz klar ist, ob Sie auch wirklich genug essen. Was heißt für Sie Normalgewicht und was war Ihr Zielgewicht? So wie Sie die Suche nach Essbaren schildern, scheint diese Suche noch für was herhalten zu müssen, was Sie anders noch nicht bewältigen können. Was suchen Sie wirklich? Gehen Sie liebevoll genug mit sich um oder begeben Sie sich zu schnell in einen abwertenden Kreislauf, der dann in zuviel Essen mündet. Sie schreiben, dass Sie zwar noch in regelmässigem Kontakt mit Ihrer Therapeutin sind, aber Ihre Therapie war nach 2 Jahren beendet. Vielleicht bräuchte es da wieder für eine Zeit einen intensiveren Kontakt, um Ihnen wieder mehr Sicherheit beim Essen zu ermöglichen und vor allem dafür, was Sie grad besonders brauchen. Manchmal braucht es noch eine Ehrenrunde und das ist völlig legitim und das dürfen Sie sich auch gönnen. Alles Gute für Ihren
weiteren Gesundungsprozess!

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