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Essgestört?

(Anonym fragte am 03.09.2007 um 05:36:51)

Ich bin 17 jahre alt und wiege bei einer körpergroße von 1,72m 50 kilo ich habe innerhalb weniger monate (nach einem unfall, nach dem ich sehr viel zugenommen hatte) über 10 kilo abgenommen! ich esse zum frühstück und zum mittag fast nie etwas und dann immer nur etwas kleines zum abendbrot! meine freunde finden das ich nicht gesund aussehe! aber ich fühle mich immer noch zu dick und vergleiche mich ständig mit anderen leuten die ich auf der straße sehe!
hab ich einen hang zur ESSSTÖRUNG oder mache ich mir zu viele gedanken?
Ich hoffe Sie können mir weiter helfen

(INTAKT antwortet am 03.09.2007 um 16:15:28)

Ihre Gewichtszunahme nach Ihrem Unfall scheint Sie verunsichert zu haben.Nach Ihren Angaben und nach unseren Berechnungen waren Sie damals lt. BMI am Beginn des "Normalgewichtsbereichs". Sowohl die Art und Weise Ihrer Nahrungsaufnahme als auch Ihre Wahrnehmung Ihres Körpers geben Hinweise auf eine Gefährdung in Richtung Essstörung.
Es ist durchaus verständlich, dass Sie sich diesbezüglich Gedanken machen. Jedoch sollten Sie mit diesen Gedanken nicht alleine bleiben. Am einfachsten wäre eine persönliche Kontaktaufnahme, um Ihre individuelle Situation gut besprechen und weitere Schritte finden zu können.
Ihr angegebenes Gewicht liegt eindeutig im "Untergewichtsbereich", daher wäre es wichtig, nach dem mutigen ersten Schritt, auch den nächsten Schritt zu machen.

(Erweiterung der Fragestellung am 04.09.2007 um 19:54:35)

Ich habe aber Angst davor das ich dick werde, wenn ich mich an jemanden wende und mir helfen lasse! Ich habe Angst dann irgendwelche Depressionen zu bekommen wenn ich mich auf die Wage stellen werde und sehe wie viel ich zunehme! Ich weiß, dass das was ich mit meinem Körper mache nicht normal ist und auch mein Freund hat schon vor langer Zeit mitbekommen das etwas nicht stimmt und versucht mich zu überreden das ich esse aber danach habe ich immer magenschmerzen und ein sehr schlechtes gewissen!!!

(INTAKT antwortet am 10.09.2007 um 11:36:46)

Die Angst, die Sie ansprechen, ist in diesem Zusammenhang verständlich. Sich helfen zu lassen heißt aber auch, sich mit dieser Angst in einem geschützten Rahmen mit jemandem, der Erfahrung damit hat, auseinanderzusetzen.
Veränderungsprozesse lösen meistens Ängste aus, darum ist es wichtig, diese einerseits mit professioneller Begleitung und andererseits im eigenen Tempo zu gehen. Je mehr eigene Ressourcen dabei wieder entdeckt werden und zur Verfügung stehen, desto leichter können Ängste wieder auf ein gesundes Mass schrumpfen.
Wir möchten Ihnen aber auch sagen, daß eine Essstörung eine ernstzunehmende und unbehandelt eine fortschreitende Erkrankung ist!Daher möchten wir Sie noch einmal zu einem wichtigen nächsten Schritt ermutigen!

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